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Sportler-Duo radelt sich in den „Club der Verrückten“

Radfahrer Jöran Hill (links) und Lutz Kaschinski fuhren den legendären Mont Ventoux in Frankreich dreimal hinauf.[KT_CREDIT] FOTO: Privat
Radfahrer Jöran Hill (links) und Lutz Kaschinski fuhren den legendären Mont Ventoux in Frankreich dreimal hinauf.[KT_CREDIT] FOTO: Privat

VonMatthias Schütt

Lutz Kaschinski und Jöran Hill haben den Mont Ventoux in Frankreich per Rad dreimal an einem Tag auf verschiedenen Routen bezwungen.

Neustrelitz.Alle guten Dinge sind drei. Im Falle der Neustrelitzer Radfahrer Lutz Kaschinski und Jöran Hill waren diese drei Dinge vor allem „schmerzlich“. Dreial fuhren die beiden Sportler in der vergangenen Woche den Mont Ventoux in Frankreich hinauf, um so in den „Club des Cingles du Mont Ventoux“ (deutsch: Club der Verrückten des Mont Ventoux) aufgenommen zu werden. „Wir haben nie daran gezweifelt, dass wir es schaffen. Es war aber schon eine große Herausforderung. Auch wenn am Ende die Beine weh getan haben, war es ein herrliches Gefühl“, sagte Jöran Hill nach dieser Tortur.
Der „Club der Verrückten“ wurde 1988 vom Franzosen Christian Pic gegründet. Dieser hat mittlerweile rund 5000 Mitglieder. Alle diese schafften die Prüfung und bezwangen den „Riesen der Provence“ innerhalb eines Tages auf drei verschiedenen Routen mit dem Rad. Die drei Startorte sind Bedoin, Malaucene und Sault. Und genau in dieser Reihenfolge wollten auch die beiden Neustrelitzer den 1912 Meter hohen Berg überwinden. Nach rund neun Stunden und einer Fahrtzeit von 7:51 Stunden erreichten die beiden Radsportler erschöpft das Ziel. „Unser größter Gegner war der Wind, der uns unheimlich zugesetzt hat. Vor allem im letzten Teilstück, wo wir nicht mehr vom Wald geschützt wurden“, kommentierte Jöran Hill und ergänzte: „Unterwegs wurden wir auch die Crazy German genannt.“
Von Bedoin geht es mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,7 Prozent, von Malaucene mit 7,5 Prozent und von Sault mit 4,8 Prozent den Berg hinauf. „Am Ende hatten wir alleine 70 Kilometer Aufstieg in den Beinen“, sagte der Neustrelitzer. Jöran Hill hat nun im „Club“ die Mitgliedsnummer 5066 und Lutz Kaschinski die 5067.
Nachdem die beiden Neustrelitzer 2009 an der Vätternrundfahrt teilnahmen, 2010 Mailand-San Remo fuhren, 2011 die Flandernrundfahrt bewältigen und im letzten Jahr auf der Strecke Paris-Roubaix unterwegs waren, war dies nun eine neue Herausforderung. „Der dreimalige Aufstieg auf den Mont Ventoux war von allen Fahrten bisher die schwierigste. Dieses permanente Berghochfahren war anstrengend“, so Hill.
Für die beiden Neustrelitzer soll dieses Abenteuer aber nicht das letzte in diesem Jahr gewesen sein. Die Radsportler wollen sich noch bei Rennen in Hamburg, Malchin, Plau und Parchim messen.

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