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Storl peilt 22 Meter an

Köln.An Muskelmasse hat er ein paar Kilo zugelegt, alle Kraftwerte verbessert, an Schnelligkeit nichts verloren und zwei alte technische Fehler ausgemerzt. „Ich bin erstmals verletzungsfrei durch die Saisonvorbereitung gekommen“, sagt Kugelstoßer David Storl erfreut und macht vor dem Auftakt am Sonnabend in Halle/Saale seine Ambitionen deutlich. „Die 22 Meter möchte ich dieses Jahr knacken – am besten bei der WM in Moskau“, sagt der 22 Jahre alte Sensations-Weltmeister von 2011 mit Blick auf den Leichtathletik-Höhepunkt vom 10. bis 18. August.
„Wir konnten unsere Planung zu 100 Prozent umsetzen, das war in der Vergangenheit noch nie der Fall“, bestätigt Trainer Sven Lang. In den beiden vergangenen Jahren hatten Probleme mit Rücken und Beuger die Saisonvorbereitung durchkreuzt, und dennoch hob der sächsische Hüne schon zu Beginn der Karriere die Kugelstoß-Welt aus den Angeln.
Erst wurde der 1,98 m lange 126-Kilo-Mann im August 2011 sensationell Weltmeister im südkoreanischen Daegu, dann eroberte der Chemnitzer 2012 neben EM-Gold zweimal Silber: Erst bei der Hallen-WM, dann bei Olympia in London, wo ihm ganze drei Zentimeter am Gold fehlten. „Das war ein bisschen schade, doch rückwirkend betrachtet eher gut. Sonst wäre David mit 22 Europameister, Weltmeister und Olympiasieger gewesen. Er hätte in den Jahren danach nur noch verlieren können“, stellt Sven Lang fest.
Nun ist der Hunger eben noch nicht gestillt, und das will David Storl am Sonnabend mit dem besten Saisoneinstand seiner jungen Karriere andeuten. „Es soll schon ein bisschen weiter gehen als letztes Jahr beim Auftakt in Halle“, sagt der Bundespolizist. Damals standen immerhin 21,13 m zu Buche. Wären es diesmal 21,25 m, würde es für Platz zehn unter den besten Resultaten der Karriere reichen. 21,88 m waren es 2012 bei der Hallen-WM.

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