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TSG-Jubel nach Aufholjagd

TSG-Kicker Kingsley Schindler (links) – einer der besten Akteure auf dem Platz – traf zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich der Neustrelitzer gegen Auerbach. [KT_CREDIT] FOTO: Matthias Schütt
TSG-Kicker Kingsley Schindler (links) – einer der besten Akteure auf dem Platz – traf zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich der Neustrelitzer gegen Auerbach. [KT_CREDIT] FOTO: Matthias Schütt

VonMatthias Schütt

Acht Tore im Parkstadion – die Neustrelitzer Regionalliga-Kicker retten mit einem Sturmlauf
das Remis gegen
den VfB Auerbach.

Neustrelitz.Fußballtollhaus Parkstadion. Im Heimspiel gegen den VfB Auerbach lagen die Regionalliga-Kicker der TSG Neustrelitz bereits nach 72 Spielminuten mit 1:4 hinten, legten aber eine famose Aufholjagd hin und konnten am Ende noch ein 4:4-Remis feiern. „Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt, da wir in den letzten Wochen viel und hart gearbeitet haben. Dieser Punkt zeigt auch, wieviel Moral in der Truppe steckt“, freute sich TSG-Trainer Rastislav Hodul. Sein Gegenüber, VfB-Coach Steffen Dünger, konnte dagegen kaum glauben, was gerade passiert war. „Es gibt manchmal Dinge, die gibt es eigentlich gar nicht“, so Dünger. Und in Neustrelitz gab es diese Dinge in Form von drei TSG-Toren in zwölf Minuten.
Die Neustrelitzer wollten von Beginn an den Ton angegeben, taten sich aber gegen kampfbetonte Auerbacher schwer. Einen Konter in der 28. Spielminute vollendete Roy Blankenburg zum 1:0 für die Gäste. Doch im direkten Gegenzug erzielte TSG-Kicker Kingsley Schindler das 1:1. Der Ausgleich schockte die Gäste aus dem Vogtland aber nur kurz, die durch Treffer von Marcel Schuch und Carsten Pfoh noch vor der Pause auf 3:1 erhöhten. Mit einem Pfeifkonzert ging es in die Kabine. „Einige Fans sollten auch in schweren Zeiten zur Mannschaft stehen“, so Hodul. Als in der 72. Spielminute wiederum VfB-Kicker Marcel Schuch zum 4:1 traf, verließen einige der 487 TSG-Fans das Stadion. Sie sollte etwas verpassen. Denn durch einen Doppelschlag vom eingewechselten Junior Torunarigha (79./83.) kamen die Neustrelitzer auf 3:4 heran. In der 90. Spielminute war es dann Gramoz Kurtaj, der nach einem Foul an Tony Fuchs den fälligen Elfmeter eiskalt zum 4:4-Endstand verwandelte. „Mit dem Ergebnis können wir am Ende zufrieden sein, aber nicht mit der Leistung. Wir haben katastrophale Gegentreffer kassiert“, kommentierte TSG-Spieler Kai Hempel. Nun heißt das TSG-Zauberwort „Regeneration“. Vor der zurückliegenden Woche hatte die TSG seit dem 20. März nur „englische Wochen“ gespielt. Nun können die Spieler vor dem Schlussspurt in der Liga und dem Pokalfinale auch in der Woche intensiv trainieren und zudem Kraft tanken. „Jetzt können wir einen normalen Trainingsbetrieb starten“, sagte Hodul. Am nächsten Spieltag geht es auswärts gegen den ZFC Meuselwitz wieder um Punkte.
TSG Neustrelitz: Bittner –
Schindler, Morack, Schönwälder, Franke (70. Jovanovic) – Hempel, Süsser (46. Fuchs) – Weidlich (59. Torunarigha), Kurtaj, Diouf – Ben-Hatira

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