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TSV-Kicker vergeigen einen weiteren Matchball

VonEckard Berndt

Sie machen es spannend, die Landesliga-Fußballer aus Friedland. Die Aufstiegsfrage wird auf nächsten Sonntag vertagt. In Gnoien müssen sich die Dahms-Schützlinge mit einem Unterschieden begnügen.

Gnoien.Spannend bis zum letzten Spieltag am kommenden Wochenende hält der TSV Friedland 1814 die Entscheidung in der Fußball-Landesliga Ost um den Aufstieg zur Verbandsliga. Am
25. Spieltag trennte sich der Ligaprimus auswärts vom Tabellensechsten Gnoiener SV 24 am Ende glücklich mit 2:2 (0:1).
Dadurch schmolz der Vorsprung auf Verfolger Einheit Ueckermünde, der auswärts den Malchower SV 90 II mit 3:0 bezwang, auf einen Punk zusammen. Auf Grund der
Tabellenkonstellation steht einem Herzschlagfinale zwischen Friedland, zu Hause gegen die SG Karlsburg/Züssow, und dem FSV Einheit Ueckermünde, der den Pasewalker FV empfängt, nichts mehr im Wege.
Wären die Gnoiener in den ersten 30 Minuten vor dem TSV-Gehäuse mit ihren Riesenchancen nicht so fahrlässig umgegangen, die Gäste wären schon früh auf der Verliererstraße gewesen. Mirco Steinbach (3.), Ronny Lewerenz (8.), Marco Balz (12.) mit einem Lattentreffer und Benjamin Peter (18.) besaßen satte Möglichkeiten. „Nach dem Spielverlauf wäre für uns ein Sieg durchaus verdient gewesen. Wir sind aber mit dem Punkt gegen den Tabellenführer zufrieden. Für die Fans war es ein hochklassiger Landesliga-Kick“, meinte Coach Frank Stockem.
In die gleiche Kerbe schlug TSV-Trainer Heinz Dahms mit seiner Analyse. „Es war für die Zuschauer ein spannendes Spiel, nur mit dem falschen Ausgang für uns. Ich war total überrascht, was der Gegner in den ersten 20 Minuten abgezogen hat. Da hat man doch gemerkt, dass bei uns einige Spieler das große Nervenflattern hatten“, bilanzierte Dahms.
Seine Elf fand erst kurz vor dem Wechsel besser ins Spiel. Ein Freistoß von Philipp Reichelt (32.) pfiff um Millimeter am gegnerischen Kasten vorbei, Alexander Bieleschs „Hammer“ (45.) entschärfte der starke Marcel Steinke im GSV-Tor. Jubeln konnte dann doch noch der Gastgeber vor dem Wechsel. Einen genau getimten Freistoß verwandelte Balz zur Gnoiener 1:0-Führung (43.).
Mit mehr Power kam der TSV aus der Kabine. Hoffnung auf die vorzeitige Meisterschaft keimte auf, als Reichelt die Kugel direkt
vom ruhenden Punkt zum 1:1 (69.) verwandelte. Doch der Hausherr, immer durch Konter gefährlich, legte durch Mirco Steinbach (75.) zum 2:1 wieder vor. Jetzt begann ein Sturmlauf der Gäste, die in letzter Sekunde durch einen Foulstrafstoß von Reichelt (90.) zum 2:2-Ausgleich kamen. Fast dann noch der 3:2.Siegtreffer in der Nachspielzeit durch Kühn: Der Mittelfeldspieler schlug den Ball aber über den Querbalken.
TSV Friedland 1814: Frank -
Hennig, Krüger, E. Kurzke (46. Nasky), P. Schulz (46. Kühn), Becker, Stiller, Kroll, Reichelt, Schmidt (75. Felix Pucknat), Bielesch

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