Nordkurier.de

TSV-Vorsprung geschmolzen

In Aktion: Die Friedländer Fußballer Alexander Bielesch (Mitte) und Matthias Kroll (rechts).  FOTO: Eckard Berndt
In Aktion: Die Friedländer Fußballer Alexander Bielesch (Mitte) und Matthias Kroll (rechts). FOTO: Eckard Berndt

VonEckard Berndt

Fußball-Landesliga Ost:
Spitzenreiter Friedland leistet sich bei Blau/Weiß Greifswald ein 2:2-Remis. Verfolger FSV Einheit Ueckermünde hat nur
noch drei Punkte Rückstand.

Greifswald.Niedergeschlagen, das Trikot übers Gesicht gezogen, lag Einwechsler Paul Schulz nach dem Abpfiff auf dem Rasen des Greifswalder Blau/Weiß-Stadions. Der 19-jährige Landesliga-Fußballer vom TSV Friedland 1814 hatte kurz zuvor die Siegchance vergeben. Nach einer Flanke von David Kühn wuchtete Schulz, der am Mittwoch 20 Jahre alt wird, die Kugel aus fünf Metern an den Querbalken. So blieb es beim
2:2 (1:2)-Remis, und der Vorsprung für den Staffel-Ost-Spitzenreiter auf Verfolger FSV Einheit Ueckermünde (4:1 gegen Karlsburg/Züssow) schmolz – bei vier ausstehenden Partien – auf drei Punkte zusammen.
Gastgeber Greifswald begann engagiert. Dann setzten die Friedländer, die in der Startformation auf den angeschlagenen Torjäger Denis Schmidt verzichten mussten, erste Nadelstiche. Mit Erfolg: Aus 19 Metern schlug Philipp Reichelts Schuss flach zur 1:0-Führung (8.) ein. Die Gäste bestimmten nun die Szenerie und belohnten sich mit dem 2:0 (Martin Krüger/26.). Alles schien nach Plan zu laufen, doch zwei „Anfängerfehler“ in der TSV-Abwehr luden den Hausherrn regelrecht zum Toreschießen ein. Vor dem 1:2 (41.) ließ sich Friedland-Kapitän Thomas Stiller an der Grundlinie von einem Gegenspieler den Ball abnehmen. Gegentreffer Nummer zwei (48.) muss Edgar Kurzke nach seiner „Fummeleinlage“ vor dem eigenen Strafraum auf seine Kappe nehmen. Zwei-
facher Torschütze für die Blau/Weißen war Steffen Eickfeldt.
Fortan musste man schon befürchten, dass das Spiel komplett in die Binsen geht. Greifswald zeigte sich kompromisslos. Bei zwei Riesenchancen (55., 61.) der Blau Weißen – einmal musste Mattias Hennig auf der Torlinie retten – hatte der TSV 1814 Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Und in der Offensive gab es – bis auf die Schlussminuten (Bielesch) – nur Stückwerk.
Echt sauer auf sein Team war Friedland-Trainer Heinz Dahms, der nur Tino Becker, Matthias Kroll und Kühn als positive Ausnahmen sah. „Nach dem 2:0 waren wir wieder viel zu selbstsicher. Mich ärgern die beiden Gegentreffer, die wir dem Gegner selbst vorgelegt haben. Die Mannschaft hat es nicht geschafft, 90 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen“, so Dahms.
TSV Friedland: Frank - Becker, E. Kurzke (80. Schmidt), Hennig, Krüger, Stiller, Kühn, Kroll, Nasky (61. P. Schulz), Reichelt, Bielesch.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×