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Überzahl nicht genutzt

KSV-Libero Rico Fischer (links) und Sebastian Dittmer können den schnellen André Michaelis nicht stoppen.[KT_CREDIT] FOTOs: Oliver Spitza
KSV-Libero Rico Fischer (links) und Sebastian Dittmer können den schnellen André Michaelis nicht stoppen.[KT_CREDIT] FOTOs: Oliver Spitza

VonOliver Spitza

Am vorletzten Spieltag der Kreisliga-Saison gewinnt der Fürstenwerder SV das Hitzeduell im Uckerstadion beim KSV Prenzlau verdient mit 3:2 (2:2).

Prenzlau.Eigentlich sind schon alle Saison-Messen gesungen und absteigen wird ohnehin niemand - dennoch lieferten sich beide Kellerkinder trotz der Hitze ein gutes Duell. Sie zeigten aber auch, warum sie da unten stehen. Der KSV sündigte mit besten Chancen, Fürstenwerder hätte sich beinahe wieder mit Disziplinlosigkeiten um den Erfolg gebracht.
Zwei diagonale Steilpässe hebelten die Gästeabwehr aus. Doch Dennis Sooth (6.) und Toni Lucht (7.) konnten diese Chancen nicht nutzen. Dafür traf auf der Gegenseite Nico Christochowitz mit einem 14m-Schuss zum 0:1 (8.). Fürstenwerder attackierte früh, gewann viele Zweikämpfe und unterband so den geplanten Spielfluss beim KSV. Ringo Brentführer hatte freie Bahn, sein Schuss wurde noch zur Ecke abgefälscht (14.). Dann setzte sich Marcel Stolzenburg schön bis zur Grundlinie durch, doch André Michaelis vergab in der Mitte.
Der KSV versuchte es wieder mit Steilpässen auf den linken Flügel. Sooth setzte sich toll durch, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Gästekeeper Thomas Utpott (22.). Und dann wieder Steilpass auf Sooth, der mit einem Haken die Abwehr aushebelte und völlig frei vor dem Tor stand – aber tatsächlich weit drüber schoss (23.). Wer solche Chancen auslässt, wird bestraft. Michaelis zog von halblinks ab – und der Ball landete zum 0:2 im KSV-Tor (25.). Kurz danach beinahe das 0:3, als Sebastian Dittmer den Ball durchließ und der dahinter stehende Michaelis aus spitzem Winkel das KSV-Tor verfehlte (26.).
Dann aber eine Schlüsselszene: Matthias Dobert sah für ein rüdes Revanchefoul an Sooth die Rote Karte. Von einem fast 34-jährigen Spieler, der sogar früher in Parmen in der Landesklasse gekickt hat, hätte man mehr Verstand erwartet. Dadurch natürlich der KSV nun mit Oberwasser. Sooth behaupetet den Ball gegen drei Gegner und legte quer auf Dittmer, der auf 1:2 verkürzte. Fürstenwerder reklamierte vergeblich auf Abseits (34.). Lucht vergab noch eine ganz dicke Chance (40.), machte es aber eine Minute später besser – 2:2. Bei den Gästen blieb Brentführer ein Aktivposten. Er setzte sich bis zur Grundlinie durch und flankte, doch Michaelis in der Mitte köpfte aus Nahdistanz vorbei (45.).
Wer dachte, der KSV würde nach Wiederanpfiff mehr Druck machen und die Überzahl spielerisch nutzen, sah sich getäuscht. Fürstenwerder blieb die bessere und aktivere Mannschaft. René Rosenau versiebte eine ganz dicke Chance aus Nahdistanz nach Vorarbeit des starken Brentführer (55.). Doch nach Ecke von Brentführer köpfte Stolzenburg mustergültig zum 2:3 ein (72.). Den knappen Vorsprung behaupteten die Gäste mit Glück und Leidenschaft, hatten aber selbst noch gute Konterchancen durch Brentführer (85.) und Christian Beyersdorf (87.).

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