Nordkurier.de

Unsere alten Haudegen: Volles Rohr für Anklam!

Die alten Haudegen des VFC Anklam sind heiß auf das Spiel der Legenden. Die Generalprobe gegen die zum Teil deutlich jüngeren Freizeitkicker vom BSV haben sie am Mittwochabend immerhin mit 4:2 gewonnen. [KT_CREDIT] FOTOs: Veronika Müller
Die alten Haudegen des VFC Anklam sind heiß auf das Spiel der Legenden. Die Generalprobe gegen die zum Teil deutlich jüngeren Freizeitkicker vom BSV haben sie am Mittwochabend immerhin mit 4:2 gewonnen. [KT_CREDIT] FOTOs: Veronika Müller

VonVeronika Müller

Das Fußballfieber steigt:
Im Anklamer Stadion wird am Sonntag um 16 Uhr
das Spiel der Legenden angepfiffen. Die Gastgeber haben viele ihrer einstigen Liga-Stars aus den 80-er Jahren ins Team geholt.

Anklam.Vor über 30 Jahren waren sie die Lieblinge der Anklamer Fußballfans. Roland Kühl. Jürgen Pflichtbeil, Holger Loßmann und Torwart Peter Rost sind nur fünf Beispiele des einst so erfolgreichen Teams, das unter Federführung ihres Trainers Egon Jeske 1980 ein kleines Wunder schaffte: den Aufstieg in die zweithöchste Spielkasse der DDR. Für Städte wie Anklam durchaus nicht üblich. Inzwischen sind die Helden von einst im besten Mittelalter, die Haare sind dünner, die Hüften ein wenig breiter geworden und auch der Antritt hat etwas von der einstigen Spritzigkeit verloren. Doch eines ist geblieben: Sie können nach wie vor mit großer Begeisterung Fußball spielen. Davon werden sich ihre Fans am Sonntag im Anklamer Stadion überzeugen können.
Trainer Egon Jeske jedenfalls ist zufrieden mit dem, was ihm in den vergangenen Wochen auf dem Platz von seinen Jungs geboten wurde. „Das kann sich durchaus sehen lassen.“ Das Abschlussspiel gegen die Freizeitkicker des BSV haben die VFC-Kicker mit 4:2 gewonnen. „Sie haben ganz schön reingehauen. Natürlich sind sie in die Jahre gekommen. Und Wunder dürfen wir nicht erwarten, da wollen wir mal ganz ehrlich sein“, sagt Jeske. Doch die Altherren des VFC lassen sich nicht so einfach abschießen. Immerhin sind die einstigen Fußball-Legenden der DDR ebenfalls ein paar Tage älter geworden. „Unser Pfund war immer, dass es im Team keine Starallüren gab. Star war die Mannschaft und das gilt bis heute.“
Jeske schaut genau hin, merkt sich Positionen und Besonderheiten seiner Kicker –- den Schlachtplan für das Spiel am Sonntag allerdings schmiedet er daheim. Wie früher eben auch. Im Vordergrund steht aber für alle der Spaß. Wer kann schon von sich sagen, gemeinsam mit Dixi Dörner, Peter Ducke oder Henning Frenzel auf dem Platz gestanden zu haben.
Auch Keeper Peter Rost freut sich auf das Duell mit den einstigen Torjägern. „Das ist schon eine Herausforderung. Aber ich hoffe, ich muss nicht am laufenden Band die Bälle aus dem Netz fischen.“ Diese Befürchtung ist wohl ein wenig übertrieben. Schließlich trainiert Rost, der nach seiner Anklamer Zeit bei Hansa Rostock und dann für KKW Greifswald das Tor hütete, in der Regel noch einmal die Woche.
Rund 20 Männer hat Jeske zur Verfügung. Eine gute Zahl. „Die Rotation ist gesichert.“ Eine weitere Gemeinsamkeit mit den einstigen Profis: Beide Teams sind
in die Jahre gekommen und die Luft wird wohl bei
beiden Mannschaften knapp werden. Doch wen stört’s? Das Fußballspielen haben jedenfalls beide nicht verlernt.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×