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Vorwärts-Elf hat richtig „Bock auf Fußball“

André Krenzichhorst (links) und René Samuel vor dem Vereinshaus des FC Vorwärts Drögeheide  FOTO: Thomas Krause
André Krenzichhorst (links) und René Samuel vor dem Vereinshaus des FC Vorwärts Drögeheide FOTO: Thomas Krause

VonThomas Krause

In der untersten Fußballliga des Landkreises werden ab der neuen Saison die Fußballer aus Drögeheide um Punkte und Tore kämpfen.

Torgelow.Mit einjähriger Verspätung kehrt der FC Vorwärts Drögeheide auf die regionale Fußballbühne zurück. In der neuen Saison wird der Club mit einer Mannschaft in der Kreisklasse Süd vertreten sein. Das Comeback des FCV war bereits im Sommer des vergangenen Jahres geplant gewesen (der Nordkurier berichtete), die Vorbereitungen zogen sich am Ende aber zu sehr hin.
„Wir hatten das auch ein wenig unterschätzt. Letztlich war es dann zu spät“, sagt der Vereinsvorsitzende René Samuel. Nun sei alles in Papier und Tüten, die Anträge beim Kreisfußballverband eingereicht. „Wir haben hier jetzt richtig Bock auf Fußball“, meint Samuel.
Lange Gesichter wird es aber beim SV Blau-Weiß Hammer geben, denn die künftige Vorwärts-Elf rekrutiert sich vorrangig aus Kickern des jetzigen Kreisligisten. „Für Hammer ist es schade, aber viele Spieler sehen in Drögeheide einfach bessere Bedingungen. In Hammer geht es schon damit los, dass man nicht mal warm duschen kann nach dem Spiel. Der Verein kann nichts dafür, das wissen wir natürlich auch“, sagt André Krenzichhorst.
Der Blau-Weiß-Kapitän wechselt ebenfalls zum Club im Torgelower Ortsteil. In den vergangenen Wochen habe es einige Gespräche mit Vereinsverantwortlichen und dem Bürgermeister in Hammer gegeben. „Da wurde deutlich, dass sich an den Bedingungen in den nächsten vier bis fünf Jahren nichts ändern wird, weil der Gemeinde einfach das Geld fehlt“, sagt Krenzichhorst. Gut zehn Kicker werden dem Vernehmen nach die Fronten wechseln. Spieler aus anderen Vereinen sollen folgen. René Samuel, der gerade erst zum neuen Vereinschef gewählt worden ist, betont in dem Zusammenhang, dass der Club aber gezielt keine Fußballer in der Region ansprechen werde.
„Wer von sich aus kommt und sagt, er möchte bei uns spielen, ist willkommen“, erklärt der 40-Jährige. Anrufe von einstigen Vorwärts-Fußballern habe er jedoch bereits einige erhalten, auch aus Polen. „Aber es wird bei uns kein Geld zu verdienen sein. Wir wollen vor allem Spaß im Verein“, sagt der Clubchef.
Wer den FCV ab Juli trainiert, steht indes noch nicht fest. „Es gibt zwei Kandidaten, die das gern machen würden. Aber wir haben noch keine Entscheidung getroffen“, sagt René Samuel.

Kreisoberliga sollte
es schon bald sein
Bei den sportlichen Zielen gibt sich der Vorwärts-Verantwortliche zurückhaltend. „Wir müssen ja leider wieder ganz unten anfangen. Aber in die Kreisliga möchten wir schon, und vielleicht ist dann auch später mal die Kreisoberliga ein Thema.“ Vorwärts wird zudem künftig auch eine Traditionsmannschaft haben, die offizielle Gründung der Oldies soll am 25. Mai mit einem Freundschaftskick gegen den FC Einheit Strasburg gefeiert werden. Außerdem will der Club ab der neuen Saison mit einer A-Jugend in den Spielbetrieb einsteigen.

Der Club steigt mit Samuel in die Verbandsliga auf
René Samuel gehörte 1994 zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Abteilung beim SAV Torgelow/Drögeheide, aus der dann 2003 der FC Vorwärts wurde. Der Verein stieg von der damaligen Kreisklasse Uecker-Randow Nord bis in die höchste Fußballliga Mecklenburg-Vorpommerns auf. René Samuel übernahm 1999 das Traineramt von seinem Vater. Sein größter Erfolg als sportlicher Leiter war 2007 der Aufstieg in die Verbandsliga. Drei Jahre kickte Drögeheide dort. Im Sommer 2010 fusionierte Vorwärts mit dem Stadtnachbarn TSV Greif. Aus dem Vereinsregister ist der Club aber nie gestrichen gewesen.

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