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Zarte Models zwischen fliegenden Fäusten

Höhepunkt ist der Kampf um die Europameisterschaft. Ali El-Saleh (r.) vom Golden Glory Berlin zwang Mattia Limbardi (Sardigna Italia) schon in der zweiten Runde zu Boden.  FOTOS: K. Müller
Höhepunkt ist der Kampf um die Europameisterschaft. Ali El-Saleh (r.) vom Golden Glory Berlin zwang Mattia Limbardi (Sardigna Italia) schon in der zweiten Runde zu Boden. FOTOS: K. Müller

VonKatja Müller

Eine Boxveranstaltung der Extraklasse und ein tobendes Publikum: Das gibt es nicht alle Tage in Eggesin. Am Wochenende schlugen sich im „Move“ wieder Kickboxer aus Deutschland, Italien und Tschechien
auf die Handschuhe, aber nicht nur das.

Eggesin.Es wird geschlagen und getreten was das Zeug hält. Und dazwischen blitzt es auf: ein bisschen Glitzer und das Licht der Kameras. Der 3. Eggesiner KI-Fight-Cup hatte aber nicht nur viel Show und ganz viel nackte Haut zu bieten. Vor allem spannende Kämpfe mit zum Teil hochkarätiger Besetzung lockten zahlreiche eingefleischte Kick-Box-Fans am Sonnabend ins Sport- und Erholungszentrum „Move“. Aber auch neugierige Blicke lugten aus der gut gefüllten Halle in Richtung Boxring. „Wir hatten schon immer mal vor, uns so etwas live anzuschauen. Jetzt hat es endlich geklappt“, sagten Bianka und Peter Göring. Die beiden Eggesiner waren auch in der Pause noch immer ganz angetan von den packenden sechs- minütigen Kämpfen. „Wir sind echt überrascht, und hätten gar nicht gedacht, dass es so spannend ist. Auch die Stimmung in der Halle ist prima. Wir werden beim nächsten Mal ganz bestimmt wieder dabei sein“, sagten die beiden.
Aber auch beim Box-Urgestein Horst Rauer kam der 3. Eggesiner KI-Fight-Cup gut an. Rauer ist von Hause aus Boxer, war Vize-Europameister bei den Junioren und hatte sogar Henry Maske in seinen Anfangsjahren trainiert. „Auch wenn ich im Kick-Boxen nicht zuhause bin, waren das hier alles klasse Kämpfe. Aber bei manchen Sachen waren die Ringrichter zu streng“, sagt er und spricht auf den Kampf vom Eggesiner Nachwuchstalent Julius Ihlenburg an. „Der Junge hat aus meiner Sicht nicht verloren, der Punktabzug für den Tiefschlag war nicht gerechtfertigt. Aber wie gesagt, das sehe ich so. Die anderen sahen das anders“, sagt er und zieht die Augenbrauen nach oben. Mit den großen Boxveranstaltungen könne Eggesin zwar nicht mithalten, aber für die Region sei das eine wichtige Sache, betonte der Ueckermünder. „Immerhin kommen hier Boxer extra aus Italien oder aus Tschechien angereist und das für wenige Minuten im Ring. Das ist schon eine super Leistung“, sagt Horst Rauer. Und schließlich werde nicht jeden Tag ein Kampf um die Europameisterschaft unmittelbar vor der Haustür geboten. Favorit Ali El Saleh (Golden Glory Germany) brauchte auch nur zwei von vier Runden, um sich gegen den Italiener Mattia Limbardi durchzusetzen. Und bei dem nächsten Eggesiner KI-Fight-Cup im kommenden Frühjahr ist er wieder dabei. „Man muss auch die Sportler vor Ort unterstützen“, ergänzt Rauer. Die Nummern-Girls Steffi und Elisa nutzten den Abend, um bekannt zu werden. „Wir modeln in unserer Freizeit. Und diese Veranstaltungen sind gut, um Kontakte zu knüpfen und bekannter zu werden“, erklären die jungen Damen. Für Veranstalter Mirko Kopmann hätten die Reihen besser gefüllt sein können. „Wir haben uns reingehängt. Die Sportler super Leistungen gezeigt. Ein paar mehr Zuschauer hätten es sein dürfen“, sagt er und geht dennoch gut gelaunt wieder in Richtung Kabinen.

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