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Zebras beenden den Fluch: Ticket für Final Four gelöst

Zwei Garanten für den Kieler Erfolg in Ungarn: Daniel Narcisse (links) und Filip Jicha. [KT_CREDIT] FOTO: ANIKO KOVACS
Zwei Garanten für den Kieler Erfolg in Ungarn: Daniel Narcisse (links) und Filip Jicha. [KT_CREDIT] FOTO: ANIKO KOVACS

VonFrank Mebik

„Wir wollen einfach nicht verlieren“ – mit dieser Maxime und ihrer jahrelangen Erfahrung in entscheidenden Spielen sind die Handballer des THW Kiel ins Finalturnier der Champions-League eingezogen.

Veszprem.Die Spieler tanzten auf dem Feld, der Manager war schweißgebadet – aber am Ende waren die Handballer des THW Kiel im Hexenkessel von Veszprem eiskalt geblieben. „Vor dieser Kulisse, in dieser Atmosphäre zu bestehen, schaffen nicht viele Mannschaften. Wir haben es gemacht“, sagte Kiels Torwart Thierry Omeyer. Mit dem 29:28 (12:14)-Auswärtssieg in Ungarn nach dem ebenso hauchdünnen 32:31-Hinspielerfolg eine Woche zuvor im Champions-League-Viertelfinale haben die Kieler ihre Fahrkarte zum Finalturnier in Köln (1./2. Juni) gelöst. „Das war ein Superspiel“, so der ansonsten eher unterkühlte isländische Trainer Alfred Gislason fast schon euphorisch: „Jetzt haben wir diesen Fluch beendet!“ „Dieser Fluch“ ist die Tatsache, dass der jeweilige Titelverteidiger sich bislang noch nie für das nächste Finalturnier der Königsklasse qualifizieren konnte. Und mit der Qualifikation für Köln haben auch die vier scheidenden Kieler Stars Thierry Omeyer, Marcus Ahlm, Daniel Narcisse und Momir Ilic ihre Reise auf internationalem Parkett nochmals verlängert. „Ich hatte während der Partie nie daran gedacht, dass es mein letztes Champions-League-Spiel für Kiel sein könnte“, sagte Omeyer.
Zwei Wochen nach der Titelverteidigung im DHB-Pokal wollen die Kieler nun auch die erste Mannschaft seit 2009 Ciudad Real werden, die in der „Königsklasse“ ihren Titel verteidigt. „Wir sind in Köln dabei, das ist das Nonplusultra des Handballs.“, sagte Gislason.
Auch die Rhein-Neckar Löwen können mit einem Erfolgserlebnis auf internationaler Bühne aufwarten. Wie zuvor bereits Altmeister Frisch Auf Göppingen machte die Mannschaft den Einzug ins erstmals im EHF-Cup ausgetragenen Final Four perfekt.
Die Löwen holten mit dem 27:20 (12:11) gegen den Ligarivalen SC Magdeburg die 28:31-Niederlage aus dem Hinspiel auf.

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