Trainer André Schröder (links) und seine A-Junioren hatten in der 1. Halbserie einige Male Grund zum Jubeln. FOTO: Roland Gutsch
Von unserem Redaktionsmitglied Roland Gutsch
Die Regionalliga-Junioren des 1. FC Neubrandenburg 04 starten morgen mit Heimspielen gegen den 1. FC Magdeburg in die Rückrunde. Die A-Junioren von Trainer Schröder wollen an die passable 1. Halbserie anknüpfen.
Neubrandenburg.Mit dünner Personaldecke und realistischen Punkt-Planungen: „19 Zähler sollten es wieder werden, eigentlich sind sogar ein paar mehr möglich“, sagt André Schröder, Trainer der A-Junioren-Fußballer vom 1. FC Neubrandenburg 04, die morgen mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg die Regionalliga-Rückrunde beginnen (12 Uhr/Stargarder Bruch). „Zu Hause haben wir bisher die meisten Punkte eingefahren, so muss es bleiben.“ Gegen den Tabellenneunten Magdeburg ist etwas zurechtzurücken. Im Hinspiel hatte es bei dem Ex-Bundesligisten ein 2:3 für die FCN-Talente, damals frische Rückkehrer in die zweithöchste deutsche Spielklasse, gesetzt. Schröder: „Wir hatten noch zu viel Respekt.“ Der ist mittlerweile abgelegt, mit der Ausbeute der 1. Halbserie (je sechs Siege und Niederlagen, ein Remis) und Platz acht zeigt sich der Coach „insgesamt zufrieden“. Nun gilt es für die Jungs um Torjäger Nuredin Besiri (7 Treffer), Kapitän Danny Hesse, „Laufwunder“ Daniel Fischer & Co., das gestiegene Selbstwertgefühl weiter in Zählbares umzumünzen und den einstelligen Rang – „unser Saisonziel“ – zu verteidigen. Kein leichter Job, zumal in der Winterpause „zwei gute Fußballer“ (Schröder) den Verein verlassen haben. Die Berliner Ali Akacha und Erman Yilmaz, die im vorigen Sommer bei dem Viertorestädter Club angeheuert, Ausbildung- und Internatsplätze vermittelt bekommen hatten, machten den „Abflug“. Zum großen Unverständnis des Trainers: „Wenn man bedenkt, was hier alles für die beiden getan worden ist ... Und sie nutzen diese Chance nicht!“ Kopfschütteln. Nunmehr umfasst der Kader 17 Kicker – zwei Keeper, 15 Feldspieler. „Es darf nichts passieren, ansonsten wird‘s richtig eng“, so André Schröder, der in diesem Zusammenhang auch an den Kooperationsvertrag mit Hansa Rostock erinnert. „Da müsste auch mal was in unserer Richtung passieren, ich halte Ausleihen für denkbar.“ Unterstützung von den schwer abstiegbedrohten Regionalliga-B-Junioren des FCN möchte er nicht erbitten. „Die haben natürlich mit sich zu tun. Ich hoffe, dass Ralf Klein, der ja als Trainer gerade wieder hinzugekommen ist, mit seinen Jungs doch noch etwas bewegen kann.“ Das B-Team spielt morgen ebenfalls daheim und gegen den 1. FC Magdeburg (12 Uhr/Weidenweg). Immerhin, drei Akteure haben ihre Langzeitverletzungen hinter sich und stehen der Schröder-Truppe wieder zur Verfügung: Johannes Jandt (Bänderriss), Oliver Turowski (Kreuzbandriss) und Oliver Krüger (Mittelfußbruch). „Das ist gut und wichtig“, sagt der Trainer, der im vierten Jahr beim FCN aktiv ist und mit dem „alten Hasen“ Wilfried Aepinus als Co-Trainer und Betreuer Peter Jandt verlässliche Leute an seiner Seite weiß. Wie wertvoll die A-Junioren-Arbeit ist, macht Schröder an zwei Beispielen fest: „Kai Böttner und Dennis Kühl haben in ihrem ersten Männer-Jahr den Sprung in den Oberliga-Kader geschafft. Klar, darauf sind wir auch ein bisschen stolz.“