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„Busse-Festspiele“ sichern Rot-Weiß den Derbytriumph

Faires Gerangel im Schwedter Strafraum. Auch der für die Prenzlauer vierfache Torschütze Tim Busse (rechts) mischt dabei mit.  FOTO: C. Voigt
Faires Gerangel im Schwedter Strafraum. Auch der für die Prenzlauer vierfache Torschütze Tim Busse (rechts) mischt dabei mit. FOTO: C. Voigt

Von Mitarbeiter
Dirk Busse

In einer dramatischen Partie in der Landesklasse Fußball gewinnen die Prenzlauer B-Junioren in Unterzahl gegen Schwedt/Heinersdorf in letzter Minute noch 4:3.

Schwedt.Nur der Sieger würde im Kampf um den Titel noch im Rennen bleiben. Ein Remis nutzte keinem. Doch bereits in der ersten Minute unterschätzte FSV-Torwart Maurice Zacher eine Flanke von Justin Bischoff. Dominik Ballhause nickte frei zum 1:0 ein. Auf der Gegenseite wenig später die Antwort. Der schnelle Tim Busse erkämpfte sich den Ball und glich im Solo zum 1:1 aus (10.).
Doch Zacher hatte noch nicht alle Geschenke verteilt. Er unterlief erneut eine harmlose Flanke. Niklas Kämke war zur Stelle und traf locker zum 2:1 (17.). Kurz darauf hätte es 3:1 stehen müssen, aber Ballhause drosch das Leder aber weit über das Tor. Enger am Gehäuse zischte ein FSV-Freistoß von Tom Busse vorbei. DerBall touchierte die Torlatte (20.). Dann verlor die Partie an Schwung. Die Prenzlauer haderten zu viel mit den Entscheidungen von Referee Roland Hübner. So sprang bis zur Pause nur noch eine Chance für sie heraus, als Tim Busse nach Solo am Schwedter Keeper Benny Kempin scheiterte (32.).
Nach der Pause setzte die Prenzlauer Offensive den Gegner unter Druck. So erkämpfte sich Jacob Kaiser im Strafraum den Ball, bediente Tim Busse – 2:2 (41.). Doch bei weiten Flanken zeigte sich die Rot-Weiß-Abwehr anfällig. Aber Tobias Meschke köpfte nach einem Eckball am Prenzlauer Kasten vorbei (43.). Das Spiel blieb offen. Jordon Jahns traf für Rot-Weiß aus Abseitsposition (45.) und Anton Rau scheiterte nach starker Vorarbeit von Tim Busse aus der Drehung Keeper (54.). Als in der Gästeabwehr bei einem weiten Freistoß erneut die Zuordnung fehlte, nutzte das Dominik Ballhause zur 3:2-Führung (55.).
Danach war die Partie geprägt von vielen Freistößen und Unterbrechungen. Als jedoch der FSV-Kapitän Anton Rau im Strafraum nach einem rüden Foul zu Boden ging, gab Hübner Strafstoß (68.). Es dauerte über vier Minuten bis dieser ausgeführt werden konnte. Doch all die psychologischen Spielchen der Gastgeber nutzten nichts: Tim Busse verwandelte sicher zum 3:3 (72.). „Man, da hat ja die halbe Mannschaft ne‘n Krampf“, sagte FSV-Kapitän Rau kopfschüttelnd bei einer erneuten Behandlungspause zu seinem Teamkollegen Jean Dietz. Ausreichend, um von Schiedsrichter Roland Hübner mit Gelb/Rot vom Platz zu fliegen (76.). Und plötzlich waren alle Krämpfe wundersam verheilt. Die Oderstädter spielten voll offensiv. Aber Tim Busse eroberte sich den Ball, startete ein langes Solo, tanzte vier Schwedter aus, und vollendete mit seinem 28. Saisontor zum 3:4. Er musste danach das Gewicht der ganzen Prenzlauer Delegation als Stapel auf ihm aushalten (80.+5).
„Das harte Training der letzten Tage hat sich ausgezahlt“, kommentierte Trainer Burkhard Wagner die tolle Leistung seines Teams. „Wir hatten am Ende mehr Kraft, das war entscheidend.“
Rot-Weiß Prenzlau: Zacher; Utech, Tom Busse, Gertz, Müller, Neubauer (ab 63. Schwarz), Dietz, Kaiser, Rau, Jahns, Tim Busse.
FC Schwedt: Kempin, Iltzsche, Liebetrau, Fedorowicz, Hanusa, Kämke (ab 71. Bettac), Bischoff (ab 80. Boenke), Ballhause, Meschke (ab 66. Anh Tuan Do), Natter, Katzer.

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