Nordkurier.de

Christian Prüfer schießt den FSV Rot-Weiß allein ab

VonGunnar Haffer

Die Prenzlauer Landesligafußballer nehmen in Erkner eine 0:6-Schlappe hin. Dabei gehen fünf der sechs Treffer auf das Prüfer-Konto.

Prenzlau.Die Erklärungsnot nach Partie war groß und löste viel Kopfschütteln aus. Es war die schlimmste Niederlage seit der 0:7-Pleite am 27. November 2010 in Werder.
Bereits der Auftakt ließ ein schweres Duell erwarten. Nach einem Freistoß von Enrico Bressel, der weit über das Gehäuse von FV-Schlussmann Marcus Stuchly flog (6.), versuchten es mit Maximilian Wolchow, Robin Neubert und Enrico Schulz gleich drei Erkner-Akteure, doch Prenzlaus „Sechser“, Matthias Böge, war immer wieder energisch dazwischen (8.).
Die erste echte Chance im Spiel aber hatten dann doch die Uckermärker, als sich Jeromé Schulz herrlich über rechts durchspielte, nach innen flankte, Marcel Urbanowicz jedoch knapp per Kopf verpasste (13.). Quasi im Gegenzug patzte die gesamte FSV-Abwehr, als Christian Prüfer aus der Mitte bedient wurde und aus neun Metern fast unbedrängt zum 1:0 (15.) traf. Wirklich ins Spiel fanden die Prenzlauer nie. Hilf- und konzeptlos versuchten sie sich zu wehren. Obwohl die Prenzlauer mit der gleichen Startelf wie beim 3:2-Sieg drei Tage zuvor in Rathenow auflaufen konnten, kam kaum einer der Männer auch nur halbwegs an seine Normalform heran. Gelangen Enrico Bressel noch zwei herrliche Kunstschüsse beim BSC, schoss der 25-Jährige nun reihenweise weit über den FV-Kasten. Als er es von Marcel Urbanowicz angespielt aus knapp 20 Metern erneut probierte, hatte Marcus Stuchly das Leder sicher und spielte schnell nach vorn. Aron Kunert nahm den langen Ball auf und flankte in die Mitte. Hinter FSV-Verteidiger Michael Kraft trat erneut Christian Prüfer an, sprang zum Kopfball ab und ließ Udo Burmeister wieder keine Chance – 2:0 (34.). Kaum jedoch war der Torjubel verhallt, schlug es schon zum 3:0 ein. Wieder war es Prüfer, der über links mit freundlicher Genehmigung der FSV-Defensive Erfolg hatte und seinen Hattrick perfekt machte (39.).
Die Pausenschelte kam offenbar weniger gut an. Denn kaum rollte das Leder wieder, gab es einen Freistoß von rechts für die Platzherren. Punktgenau von Paul Lehmann auf den langen Pfosten serviert, fanden die Prenzlauer wieder keine Zuordnung. Wieder stand Prüfer frei – sein vierter Streich, 4:0 (47.). Die Prenzlauer bekamen den Erkneraner, der eigentlich als Verteidiger aufgeboten war, nie richtig in den Griff.
Marcel Blume, Marcel Urbanowicz, Michael Kraft konnten Prenzlauer Chancenansätze nicht nutzen. Dagegen trafen Rudwaleit (73.) und wieder Prüfer (77.) zum 0:6-Endstand.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×