Nordkurier.de

Deutsch-schweizerisches Steuerabkommen

Uli Hoeneß hat vergeblich auf das geplante Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz gehofft. Die Vereinbarung über die Besteuerung deutscher Schwarzgeldvermögen scheiterte am Widerstand der von SPD und Grünen regierten Bundesländer. Dieses Scheitern nannte Hoeneß nun als Grund für seine Selbstanzeige. Das Abkommen sah vor, Geldanlagen von Bundesbürgern in der Schweiz aus den vergangenen zehn Jahren von 2013 an pauschal mit 21 bis 41 Prozent zu besteuern. Das Schweizer Parlament billigte das Abkommen im Mai vergangenen Jahres, der Bundestag stimmte im Oktober zu. Im Bundesrat scheiterte es aber Ende vorigen Jahres, da der Opposition die Maßnahmen gegen deutsche Steuerhinterzieher nicht weit genug gingen.
Ob und wann es neue Verhandlungen mit der Schweiz gibt, ist derzeit unklar. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sah Ende Februar dieses Jahres keine Chance für einen neuen Anlauf noch vor der Bundestagswahl im Herbst.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×