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Die Gerüchteküche brodelt

Mögliches Tauschobjekt? Mario Gomez. [KT_CREDIT] FOTO: PHILIPPE MARCOU
Mögliches Tauschobjekt? Mario Gomez. [KT_CREDIT] FOTO: PHILIPPE MARCOU

München/Dortmund.Die Hysterie kennt keine Grenzen. Erst sorgte der Sensationstransfer von Mario Götze von Borussia Dortmund zu Bayern München für reichlich Aufregung, nun beherrscht der mögliche Wechsel von Torjäger Robert Lewandowski zum Rekordmeister die Schlagzeilen. Die Gerüchteküche brodelt, die Stimmung ist kurz vor dem Saisonende gereizt. Es geht um angebliche Angebote und unterschriebene Verträge, es wird dementiert, weitererzählt, gepokert und spekuliert. Der neueste Klatsch beinhaltet sogar einen spektakulären Stürmertausch: Münchens Stürmer Mario Gomez soll am Donnerstag in Dortmund gesichtet worden sein. Dass Berater Uli Ferber dies dementierte, war zu erwarten.
Die Situation ist verworren. Und mittendrin der FC Bayern, dem schlechter Stil vorgeworfen wird. Das aktuelle Verhalten sei eines Meisters „nicht würdig“, monierte etwa der Mainzer Manager Christian Heidel. „Was mich enttäuscht hat, war, dass mich Karl-Heinz Rummenigge nach der Zusage von Mario (Götze, d. Red.) nicht wenigstens angerufen hat. Das wäre stilbildend gewesen“, kritisierte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Auch Mainz-Präsident Harald Strutz, dessen Verein im Sommer Verteidiger Jan Kirchhoff an die Bayern verliert, beschwerte sich: „Sollen sie andere doch auch einmal wachsen lassen, damit der Wettbewerb fairer wird.“ Doch die Bayern denken gar nicht daran, die anderen mitkommen zu lassen. Die Münchner wollen unter Trainer Pep Guardiola ihre Vormachtstellung noch weiter ausbauen – mit Götze und Kirchhoff, wohl auch mit Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt und vor allem mit Lewandowski. Dass die Münchner den 24 Jahre alten Polen haben wollen, ist Fakt. Doch wann sie ihn bekommen und zu welchen Konditionen, ist offen – der Poker läuft.

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