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Doppel-Null löst bei Borussia mehr Stolz als Frust aus

Málaga.Der erste Frust war schnell verflogen. Schon auf dem nächtlichen Rückweg ins Mannschaftshotel überwog der Stolz. Die Nullnummer beim FC Malaga im Viertelfinal-Hinspiel werteten fast alle Dortmunder Borussen als Mutmacher für das zweite Duell mit den Spaniern am kommenden Dienstag – trotz des fahrlässigen Umgangs mit Torchancen. „Bisher haben wir alle Heimspiele in der Champions League gewonnen. Das ist ein gutes Omen“, kommentierte Regisseur Ilkay Gündogan.
„Das ist im Moment ein wenig verdrießlich“, gestand Trainer Jürgen Klopp, wollte seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. „Wer in diesem Wettbewerb weit kommen will, geht nicht mit dem Messer durch die weiche Butter.“ Allein der abermals starke Mario Götze vergab dreimal in aussichtsreicher Position und machte aus seinem Ärger keinen Hehl: „Das ist blöd gelaufen. Ich hätte der Mannschaft sehr helfen können.“ Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist guten Mutes: „Heute fehlte nur der Punch. Aber es wird nicht noch einmal 90 Minuten geben, in der die Mannschaft nicht trifft“, orakelte er, „unsere Chancen liegen bei knapp über 50 Prozent.“
Allerdings gilt ein 0:0 im Hinspiel eines europäischen Wettbewerbs gemeinhin als tückisch. „Das ist ein gefährliches Ergebnis“, räumte Kapitän Sebastian Kehl ein. Allerdings: Die Missgeschicke der Offensivabteilung brachten die Defensive nicht ins Wanken. Dieser Fortschritt zu früherren Spielen in der Champions League erfüllte Trainer Jürgen Klopp mit Stolz. Der Trainer brachte die Stimmungslage des gesamten Teams auf den Punkt: „Mit der einen Null bin ich glücklich. Mit der anderen nicht unglücklich.“dpa

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