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Eidgenossen toppen Wilhelm Tell

Stolze Schweizer hoffen auf WM-Edelmetall. [KT_CREDIT] FOTO: CLAUDIO BRESCIANI
Stolze Schweizer hoffen auf WM-Edelmetall. [KT_CREDIT] FOTO: CLAUDIO BRESCIANI

Stockholm/Helsinki.Diese furiosen Rekord-Schweizer haben noch immer nicht genug. Während sich große Eishockey-Nationen wie Russland und Kanada schon wieder auf den Heimweg machen, greifen die Eidgenossen bei der WM in Stockholm nach dem historischen Edelmetall. 60 Jahre nach Bronze kann das Team von Headcoach Sean Simpson am Wochenende wieder eine Medaille erobern. „Diese Truppe ist enorm hungrig auf mehr“, sagte Stürmer Reto Suri nach dem hart erkämpften 2:1 im Viertelfinale über Tschechien. Trotz der fantastischen Rekordserie von acht Siegen in allen acht Spielen betonte Martin Plüss: „Wir müssen auch jetzt auf dem Boden bleiben.“ Das scheint den Schweizer Medien nicht zu gelingen. „Wie wärs mit Weltmeister?“, titelte der „Walliser Bote“. Heute sind die Amerikaner Halbfinal-Gegner der Eidgenossen in Stockholm. „Letztlich haben wir aber noch nichts erreicht“, meinte Andres Ambühl. „Es ist cool und ein weiterer Schritt. Die Medaille ist jetzt sicher das Ziel.“ Auch Torhüter und Viertelfinal-Sieggarant Martin Gerber betonte: „Wir wollen sicher noch weitergehen in diesem Turnier.“ Die Schweizer „treffen das Ziel besser als Wilhelm Tell“, wie die Autoren des humoristischen „Power Rankings“ auf der WM-Homepage fanden.
In der Vorschlussrunde gegen die USA und dem folgenden Finale oder Spiel um Platz drei kann sich die Schweiz mit Gold, Silber oder Bronze dekorieren. morgen trifft sie entweder auf Schweden oder Finnland, die sich davor im zweiten Halbfinale heute ein mit Spannung erwartetes Gastgeber-Duell liefern. Für die „Tre Kronor“ geht es nach dem Zittersieg über Kanada (3:2 nach Penaltyschießen) nicht nur um Prestige. Das Team will in Stockholm auch einen langen WM-Heimfluch beenden: Seit 1986 hat kein Turnier-Ausrichter mehr Gold in der eigenen Stadt gewonnen.

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