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Eisgenossen im WM-Höhenrausch

Die Schweiz jubelt: Nino Niederreiter feiert seinen Treffer gegen die Tschechen. [KT_CREDIT] FOTO: ANDERS WIKLUND
Die Schweiz jubelt: Nino Niederreiter feiert seinen Treffer gegen die Tschechen. [KT_CREDIT] FOTO: ANDERS WIKLUND

Stockholm/Helsinki.Die Schweiz verzückt die Eishockey-Welt und weiß nicht so recht, wie ihr geschieht. Mit famosen Siegen gegen Schweden, Kanada und Tschechien haben sich die „Eisgenossen“ bei der WM in Stockholm ins internationale Rampenlicht katapultiert. „Eine Überraschung haben wir uns zugetraut, zwei vielleicht, aber drei sind sensationell“, fand Coach Sean Simpson nach dem 5:2 gegen Tschechien – durch das seine Kufencracks Geschichte schrieben: Noch nie hat eine Schweizer Nationalmannschaft bei einem wichtigen Turnier gleich drei der sechs großen Nationen bezwingen können. „Werden wir jetzt Weltmeister?“, tagträumte das Boulevardblatt „Blick“ bereits. Insgesamt 44 Weltmeistertitel, elf olympische Goldmedaillen, dazu 35 aktuelle NHL-Stars – die Trophäensammlungen und Kaderlisten der drei Top-Teams könnten durchaus einschüchtern. Nicht die Truppe um WM-Rekordteilnehmer Mathias Seger, die sich „in unbekannte Höhen“ („Neue Zürcher Zeitung“) aufschwang und hinter ihrem ersten Ziel bei diesem Turnier im hohen Norden schon ein Häkchen machen kann. „Es ist klar: Wir müssten nun bei dieser WM sehr vieles falsch machen, um die Viertelfinals nicht zu erreichen“, sagte der Teamkapitän Seger nach dem dritten Erfolg.
Gegen die wohl schwächeren Nationen Slowenien, Dänemark, Norwegen und Weißrussland können die Schweizer sogar den Gruppensieg perfekt machen. Allerdings tut sich die Schweiz gegen kleinere Gegner immer schwerer. „Bis jetzt waren wir die Underdogs, nun gehen wir als Favoriten ins Spiel“, klagte Nino Niederreiter. Aber wer sagt denn, dass diese Schweizer nicht auch mit diesem Problem fertig werden.

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