Nordkurier.de

FIM-Chef: Tolle Arbeit am Ring

Vom Organisationsteam in Teterow begeistert: Bahn- sportchef Armando Castagna.
Vom Organisationsteam in Teterow begeistert: Bahn- sportchef Armando Castagna.

Bei der Speedway-WM „Youth Gold Trophy 250 ccm“ in Teterow fungierte der Italiener Armando Castagna als Jury-Präsident. Hans-Werner Ruge sprach mit dem neuen Chef der Bahnsportkommission des Weltverbandes FIM.

Die etwas älteren Speedway-Fans kennen Sie
wegen Ihrer stets draufgängerischen Fahrweise – Sie waren Publikumsliebling …
Seit meinem 15. Lebensjahr war ich vom Speedwaysport fasziniert. Meine Stärke war wohl der Kampfgeist. Damit hatte ich Erfolg. Insgesamt konnte ich zwölf italienische Meistertitel erkämpfen und bis zur Einführung des Grand-Prix-Systems im Jahre 1995 stand ich fünfmal im Weltfinale, die beste Platzierung war Rang acht im Jahre 1990.

Dem Motorsport sind Sie aber immer treu geblieben.
Nach meiner aktiven Laufbahn übernahm ich die Leitung der Technischen Kommission im italienischen Verband. Seit dem Jahre 2006 bin ich Mitglied der Bahnsportkommission CCP des Weltverbandes FIM und seit Februar 2013 deren Vorsitzender.

Welche Hauptaufgaben hat diese Kommission?
Kurz gesagt erstellt und prüft sie weltweit alle geltenden Regeln beim Speedway, auf der Langbahn, im Grasbahnsport und beim Eisspeedway. Und entwickelt Strategien zur weiteren Popularisierung des Bahnsports.

Welche Ziele haben ie sich persönlich mit Ihrer Präsidentschaft gestellt?
Ich möchte den Speedwaysport zur Formel 1 des Bahnsports entwickeln, sportlich und auch medientechnisch. Und dem Nachwuchs muss wieder mehr Förderung zukommen.

Im Vorfeld der Teterower Weltmeisterschaftsläufe gab es ein Trainingslager für die Talente …
Dieser seit drei Jahren eingeschlagene Weg ist genau richtig. Deutschland, Fankreich und auch Russland haben eine tolle Nachwuchsarbeit und der aktuelle Weltmeistertitel durch Daniel Spiller aus Bayern wird weiteren Auftrieb geben.

Sie haben in Teterow auch als Jury-Präsident
fungiert. Welche Chancen räumen Sie der Bergring-Arena als Austragungsort für weitere internationale Prädikatsläufe ein?
Das große Helferteam um Klubchef Adolf Schlaak hat unter widrigen Witterungsbedingungen mit großem Engagement eine bewundernswerte Arbeit geleistet. Wir fanden hervorragende Bedingungen vor und die Organisation war perfekt. Die Anlage selbst ist von uns nun für drei Jahre mit der FIM-Lizenz versehen worden. Wenn der Bergring-Klub sich zukünftig für Welt- oder Europameisterschaftsläufe bewirbt, sehe ich gute Realisierungschancen.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×