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Formel 1: Ecclestone zieht Rennen in Bahrain durch

In Bahrain soll das Formel 1-Rennen trotz aller Kritik gestartet werden. [KT_CREDIT] Foto: Valdrin Xhemaj
In Bahrain soll das Formel 1-Rennen trotz aller Kritik gestartet werden. [KT_CREDIT] Foto: Valdrin Xhemaj

VonJens Marx

Der Weltmeisterschaftslauf in dem konfliktbeladenen Inselstaat ist nicht unumstritten.

Sakhir.Bernie Ecclestone hat den heftig kritisierten Bahrain-Kurs der Formel 1 mit einem drastischen Verweis auf Kriegsregionen verteidigt. „Ich denke, jeder, der wirklich über Menschenrechte reden möchte, sollte vielleicht mal nach Syrien gehen“, sagte Ecclestone bei einem seiner gewohnten Rundgänge durch das Medienzentrum. Kaum hatte er den riesigen Saal mit unzähligen Tisch- und TV-Reihen betreten, scharten sich die Journalisten um ihn. Er wisse nicht, ob es in Bahrain Probleme gebe. Er habe keine, sagte Ecclestone, die Augen hinter einer Sonnenbrille. „Ich frage Euch: Ihr seid diejenigen, die über den Müll schreiben“, sagte er den Journalisten.
Seit Tagen kritisieren Menschenrechtsorganisationen die Formel-1-Verantwortlichen, allen voran den 82 Jahre alten Chefvermarkter. „Nein, nein. Überhaupt nicht“, antwortete Ecclestone auf die Frage, ob er Bedenken gehabt habe, herzukommen. „Alle Berichte, die ich hatte, waren positiv“, meinte der Brite. Also kein Problem, dachte sich Ecclestone demnach. Er wird das Rennen wie vor einem Jahr durchziehen. Das machten er als Chef des Formula One Managements und der Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA, Jean Todt, auch noch mal in einer gemeinsamen Erklärung unmissverständlich deutlich.
Auch britische Politiker hatten die kurzfristige Absage des morgigen Rennens im arabischen Königreich gefordert. Seit über zwei Jahren kommt es in dem 760 Quadratkilometer großen Land immer wieder zu Unruhen. Dabei gab es auch Tote.
Die Proteste der schiitischen Bevölkerungsmehrheit richten sich gegen das sunnitische Königshaus. Die Opposition fordert Reformen und die Freilassung von politischen Gefangenen. In Bahrain leben laut Auswärtigem Amt rund 1,2 Millionen Menschen. 2011 war der Große Preis hier abgesagt worden.

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