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Fortunas C-Jugend gelingt Double

Die C-Jugend-Handballer in der Spielunion Nordost spielten nach dem Pokal nun auch den Titel im Final-Four-Modus aus. Erneut konnten sich die Jungen von Fortuna Prenzlau durchsetzen, für Lok Templin gab es Rang drei.  FOTO: SV Lok Templin
Die C-Jugend-Handballer in der Spielunion Nordost spielten nach dem Pokal nun auch den Titel im Final-Four-Modus aus. Erneut konnten sich die Jungen von Fortuna Prenzlau durchsetzen, für Lok Templin gab es Rang drei. FOTO: SV Lok Templin

VonArmin Gehrmann
und Silvio Hiller

Nach dem Gewinn des Pokals gelang den Prenzlauer Jungen auch in der Meisterschaftsendrunde der große Wurf.

Prenzlau.Ein beachtlicher Erfolg für die Nachwuchshandballer aus der Uckermark. Die Prenzlauer C-Jungen machen nach dem Triumph im Pokalwettbewerb durch den Erfolg im Final-Four-Turnier in Hohen Neuendorf den titelgewinn und damit das Double perfekt. Die Jungen des SV Lok ziehen mit dem Gewinn von Bronze einen Schlussstrisch unter eine auch für sie erfolgreiche Saison.
Das Fortunateam eröffneten gegen den Oranienburger HC das Turnier. Von Beginn an dominierte es das Spiel und führten schnell 6:1. Die Abwehr der Oranienburger konnte dem Prenzlauer Angriff kaum etwas entgegensetzen, einzig der Torhüter, denn er zeigte sehenswerte Paraden. Doch das reichte an diesem Tag nicht. Nach dem zwischenzeitlichen 10:2 stand es zur Pause 14:6. Auch in Halbzeit zwei agierten die Prenzlauer konzentriert und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Die Abwehr fing viele Bälle ab, leitete schnelle Gegenzüge ein und war bei Torwürfen effektiver. Bei den Prenzlauern kamen frühzeitig alle Spieler zum Einsatz. So konnte Kraft gespart werden. Beim 29:11 war die größte Tordifferenz erreicht. Oranienburg konnte noch auf 31:17 verkürzen.
Dieser überraschend deutliche Sieg sollte Auftrieb für das Finale geben. Dort trafen die Fortuna Jungen auf Gastgeber HSV Oberhavel. Dieser hatte sich in einer spannenden Partie gegen gegen Lok Templin 24:20 durchgesetzt. Die Templiner waren zu aufgeregt, was zu vielen technischen Fehlern führte. Zur Pause lagen sie 9:14 zurück. In Halbzeit zwei wurden die Templiner offensiver, rückten auch näher an den Gegner heran, vergaben aber zu viele Chancen – 17 Fehlwürfe, diverse Abspielfehler.
Im Finale zeigten sich die Prenzlauer zunächst vom lautstarken Publikum beeindruckt, verfehlten das Tor gleich mehrmals. Der HSV führte schnell 3:0. Erst danach konnten sich die Prenzlauer kämpferisch steigern, agierten aber unglücklich. Anton Naikingar, sonst Torgarant, bekam nach zehn Spielminute eine Zwei-Minuten-Strafe. Nach einer Provokation und Auseinandersetzung mit einem Zuschauer folgte sogar die rote Karte (plus weitere 2 Minuten). Diese hektische Situation traf Fortuna schwer. Nach Ablauf der Zeitstrafe lag man 5:12 zurück. Da vier Spieler fehlten, wurde es eng auf der Bank. So musste Bruno Kolberg, gerade erst genesen, die Lücke schließen. Sein Team gab nicht auf und kämpfte toll. Sascha Müller übernahm in dieser Phase Verantwortung und traf mehrfach nach gelungenen Finten. So schmolz der Rückstand auf 11:14 zur Pause.
Danach agierten die Prenzlauer selbstbewusster, verkürzten auf 13:14. Doch nun jetzt drang der HSV auf eine Vorentscheidung, erhöhte das Tempo und führten 17:14. Bei den Prenzlauern übernahm nun Richard Karstädt die Regie. Der Gegner deckte ihn eng, ermöglichte dadurch aber auch Freiräume für die Außenspieler. So konnte Alexander Herklotz viermal in Folge verwandeln (19:19). Fortuna war bis zum 22:22 immer unter Zugzwang, bewies aber Nervenstärke. In den letzten Minuten zeigte Patrice Paul mehrere starke Paraden. Das brachte den Gegner zum Verzweifeln. Die Prenzlau Spieler gewannen 27:24.
Auch die Templiner Jungen durften noch jubeln. Nach der ersten Halbzeit im Spiel um Bronze war noch alles offen. Sie führten 9:7. Dann jedoch besannen sich die Jungen auf ihre Stärken, erhöhten das Tempo wesentlich und gewannen noch klar 19:12. „Unsere Jungen spielten eine tolle Saison“ urteilten die Trainer Susi Heise-Hasse und Jörn Müller. „Wenn sie weiter intensiv trainieren und mannschaftlich geschlossen auftreten, wird es für sie auch weitere Erfolge geben, zumal wir als Trainer, die Eltern und auch Regiene Stephany, die alles organisiert und koordiniert, voll hinter ihnen stehen“, war das optimistische Fazit.

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