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Fußballtreff als Reise in die Vergangenheit

[KT_BU]Markus Puchta, hier mit seinem Sohn Elias, freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Cousin. [KT_CREDIT] FOTO: Siegmund Menzel
[KT_BU]Markus Puchta, hier mit seinem Sohn Elias, freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Cousin. [KT_CREDIT] FOTO: Siegmund Menzel

VonSiegmund Menzel

Vorfreude auf ein Wiedersehen: Marcus Puchta hat eine ganz besondere Beziehung zum morgen beginnenden Altherren-Turnier in Neubrandenburg – sein Cousin reist als Coach der Neckarsulmer Kicker an.

Neubrandenburg.Markus Puchta aus Neubrandenburg wird beim 8. Deutschen Alte- Herren-Supercup Ü32 im Fußball besonders die Spiele des Kultur- und Sportvereins Neckarsulm verfolgen. Sein Cousin Andreas Seethaler trainiert und betreut die Mannschaft aus Württemberg. Familienerinnerungen werden die Runde machen.
Der heute 48-jährige
Andreas Seethaler ist in Neckarsulm aufgewachsen. In den Ferien reiste er fast jedes Jahr zur Verwandtschaft in die Neubrandenburger Region. In der Pubertätszeit nicht immer gern, wie er sagt, denn seine Kumpels fuhren nach Italien, Österreich oder Spanien.
Insgesamt ist der Schwabe aber heute noch begeistert von seinen Besuchen in Mecklenburg. „Es hat mir sehr gut gefallen.“ Seine Großeltern wohnten in Rühlow vor den Toren Neubrandenburgs. Er erinnert sich besonders an den knusprigen Entenbraten seiner Oma, an das Plumpsklo auf dem Hof und nicht zuletzt an die „legendären Fußballschlachten auf dem Bolzplatz. Wir haben dabei DDR gegen BRD gespielt, waren Sparwasser oder Netzer“, sagte Andreas Seethaler.
Durch seinen jüngeren Cousin Markus Puchta lernte er auch die Katholische Gemeindegruppe „Die Zeitlosen“ in Neubrandenburg kennen, war angetan vom Zusammenhalt der Gruppe, die sich regelmäßig zum Grillen, zu Radtouren und zum Feiern traf. Inspiriert durch die Erlebnisse in der Neubrandenburger Jugendgruppe gründete Andreas Seethaler 1986 in seiner Heimat den Kultur- und Sportverein Neckarsulm. Freizeitfußballer kickten, organisierten Rahmenprogramme und verbrachten einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam. Die jungen Leute wurden älter, seit 2005 spielt der Verein organisiert Fußball, wetteifert in der Oldie-Bezirksliga um Tore und Punkte. Für den Supercup Ü32 in Neubrandenburg qualifizierte sich die Mannschaft durch den Sieg bei der Verbandsmeisterschaft in Württemberg. Das VPV-Versicherungsbüro Joachim Steinle machte als Hauptsponsor die Teilnahme möglich.
Die 20 Spieler sowie zehn Betreuer und Fans aus Neckarsulm treffen heute Nachmittag nach der etwa 730 Kilometer langen Reise in Neubrandenburg ein. Sie wollen zugleich die Viertorestadt und Umgebung kennen lernen. Einige der Sportler seien noch nie in Ostdeutschland gewesen, meinte Andreas Seethaler. So stehen ein Besuch der Rodelbahn in Burg Stargard und ein Essen im Seerestaurant am Augusta- bad auf dem Programm. Freitagvormittag wird leicht trainiert. Cousin Markus Puchta habe tatkräftig bei der Organisation geholfen, hob der Versicherungsfachmann aus Württemberg hervor. Freitagnachmittag beginnen die Spiele. Die Neckarsulmer möchten die Vorrunde überstehen. Das hatten sie bei der Ü32-Meisterschaft 2009 in Köln nicht geschafft. Dabei scheiterten sie in der Gruppenphase auch am 1. FC Neubrandenburg.

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