Nordkurier.de

Giftpfeile zwischen Bayern und BVB

Träumen vom Triple: Bayerns Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Thomas Müller und Jerome Boateng (von links) [KT_CREDIT] FOTO: dpa
Träumen vom Triple: Bayerns Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Thomas Müller und Jerome Boateng (von links) [KT_CREDIT] FOTO: dpa

München/Dortmund. Nach dem 2:0-Erfolg des FC Bayern München in Turin und des dramatischen 3:2 der Dortmunder gegen Malaga stehen zwei deutsche Teams im Halbfinale der Champions League. Der verbale Schlagabtausch zwischen Bayern und Borussia hat schon vor der Auslosung der Halbfinal-Paarungen begonnen. Die Aussage des Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, Dortmund sei das Wunschlos und der „schlagbarste Gegner“, konterte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke umgehend. „Die vergangenen Jahre haben ja gezeigt, dass wir gegen die Münchner durchaus das eine oder andere Spiel gewinnen können. Da sollte sich Uli Hoeneß also nicht zu sicher fühlen“, sagte Watzke. Er sei, fügte Watzke hinzu, da offenbar romantischer veranlagt. „Für mich liegt der Reiz des Europapokals auch darin, internationale Partien zu spielen. Darum würde ich mich über zwei deutsch-spanische Duelle mehr freuen als über ein Halbfinale gegen die Bayern.“ Einen Wunschgegner nannte er nicht: „Die anderen drei Klubs sind allesamt Weltspitze. Da gibt es keine Unterschiede mehr.“
BVB-Trainer Jürgen Klopp hat mit Blick auf die Auslosung heute ebenfalls keinen Wunschgegner. Allerdings reagierte auch er auf die Äußerungen aus München. „Ich bin immer sehr dankbar, wenn man mir eine Vorlage bietet. Das war zuletzt nicht der Fall, da war alles ruhig“, sagte der 45-Jährige im Rückblick auf das 0:1 im Pokal-Viertelfinale Ende Februar, nachdem die Münchner zuvor sechs Spiele gegen den BVB nicht gewonnen hatten. „Der Sieg scheint ihnen den Respekt genommen zu haben. Aber das war unsere Schuld.“ Klopp führt die Aussagen von Hoeneß auf das gestiegene Selbstbewusstsein des neuen Meisters zurück. „Aber das ist auch nachvollziehbar“, ergänzte der BVB-Coach. Klopp berichtete, dass er den spektakulären Fußball-Krimi am Dienstag im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Malaga (3:2), als der BVB das Spiel in der Nachspielzeit mit zwei Toren im Abstand von 69 Sekunden drehte, erst nachts zu Hause verarbeitet habe. Er sei „komplett kaputt“ gewesen. „Das war ein Erlebnis für die Ewigkeit und wie eine gefühlte Meisterschaft. Es waren ähnliche Emotionen wie bei der ersten Meisterschaft 2011“, erklärte Klopp. Seine Mannschaft habe sich vor dem Spiel großen Druck gemacht, umso größer sei die Explosion gewesen.sid

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×