Februar 14, 2012
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Fußball Profis von Redaktion

Hansa mit Rückenwind auf den Aachener Tivoli

Nach dem Spiel bildeten die Rostocker einen Kreis und schworen sich auf die nächsten Aufgaben ein. Bereits am kommenden Sonnabend müssen sich die Rostocker in Aachen einem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf stellen. [RS_CREDIT] FOTO:Andy Buenning
Nach dem Spiel bildeten die Rostocker einen Kreis und schworen sich auf die nächsten Aufgaben ein. Bereits am kommenden Sonnabend müssen sich die Rostocker in Aachen einem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf stellen. [RS_CREDIT] FOTO:Andy Buenning
Von unserem Mitarbeiter
Hans Puckmann

Die Rostocker treffen jetzt innerhalb von fünf Tagen auf zwei Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Der Duisburg-Sieg hat Hoffnungen geweckt.

Rostock.Frostige Temperaturen und winterlicher Flockenwirbel hatten zwar für eine Minuskulisse auf den Rängen der DKB-Arena gesorgt. Doch die Stimmung unter den 9200 Fans hätte nicht besser sein können. Vier Zweitliga-Tore innerhalb von 90 Minuten hatten die Hansa-Fans von ihrer Mannschaft zuletzt im September 2009 gesehen – seinerzeit wurde die SpVgg Greuther Fürth mit 4:0 auf die Heimreise geschickt. Diesmal reichte es „nur“ zu einem 4:2-Erfolg über den MSV Duisburg und die Rote Laterne – das stand bereits vor dem Anpfiff fest – steht zumindest noch für eine weitere Woche in Rostock.
Doch die Fans sind bescheiden geworden, sie feierten den ersten vollen Erfolg ihrer Mannschaft nach vier Monaten enthusiastisch. Und sie feierten ihren neuen Publikumsliebling Freddy Borg, der im zweiten Zweitliga-Punktspiel nach seiner Verpflichtung sein zweites Saisontor erzielte. Bereits als der 28-jährige Schwede zur Ausführung des Strafstoßes schritt, den er schließlich zum Endstand verwandelte, hallten die „Freddy-Freddy“-Rufe durch das weite Rund. Und sie wurden zum Torjubel, als Borg den Ball genau im rechten unteren Eck versenkt hatte: „Nein, das ist nicht meine Stammecke. Ich warte immer ab, was der Torwart macht und entscheide erst dann, wohin ich schieße“, erklärte der sympathische Glatzkopf und wollte seine eigene Leistung nicht in den Vordergrund stellen: „Wichtig war heute nicht, wer die Tore macht, sondern dass wir als Mannschaft gewinnen und die drei Punkte einfahren. Man hat von der ersten Minute an gesehen, dass wir gewillt waren, dieses Spiel unbedingt zu gewinnen.“ Dennoch gab der Winterpausen-Zugang aus dem hohen Norden zu, dass es ihm nicht unangenehm ist, wenn die Zuschauer seinen Namen skandieren: „Es ist schon ein tolles Gefühl, von den fantastischen Fans so gefeiert zu werden.“
Mit einem strahlenden Gesicht verließ auch Marek Mintal das Spielfeld. Der slowakische Routinier, der in Bochum noch einen Elfmeter verschossen hatte, traf gegen den MSV Duisburg gleich zweimal und konnte sich nicht mehr daran erinnern, wann ihm zuletzt einmal ein Doppelpack gelungen war: „Das muss schon ein paar Jahre her sein. Doch am meisten freue ich mich über meinen ersten Sieg im Hansa-Trikot, auf den ich sehr lange warten musste. Beim 2:0 Heimsieg gegen 1860 München war ich damals ja verletzt.“ Doch im Gefühl des hoch verdienten Sieges vergaß Marek Mintal, der an Stelle des gesperrten Sebastian Pelzer diesmal die Kapitänsbinde trug, auch nicht, die beiden Gegentore zu erwähnen: „Obwohl wir um die Duisburger Stärke bei Standards wussten, haben wir zweimal den Ausgleich kassiert. Das war Dummheit.“
Auf Grund der Pelzer-Sperre war zudem Tobias Jänicke wieder in die Startelf der Hanseaten gerückt und hatte ebenfalls einen Treffer zum insgesamt 100. Hansa-Sieg in der Geschichte der 2. Bundesliga beigesteuert: „Ich war natürlich froh, wieder eine Chance zu bekommen. Schön, dass ich mich mit einem Tor dafür bedanken konnte.“ Dass beide Gegentreffer nach Standards fielen, bedeutete für Tobias Jänicke auch, „dass wir nichts aus dem Spiel heraus zugelassen haben. Heute hatten wir endlich mal das Glück. Hoffentlich hält das auch in Aachen.“
Die Mannschaft von Alemannia Aachen belegt aktuell Rang 13 und gehört zu den sechs unmittelbaren Kontrahenten Hansas im Kampf um den Klassenerhalt. Vier Punkte haben die Westdeutschen mehr auf dem Konto als die Ostseestädter, die am kommenden Sonntag ab 13.30 Uhr auf dem Aachener Tivoli antreten müssen. Nur fünf Tage später gastiert dann der FC Ingolstadt in der Rostocker DKB-Arena, wo es am 24. Februar ab 18 Uhr zu einem weiteren direkten Duell zweier Abstiegskandidaten kommt.
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