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Hansa trostlos: Selbst der Himmel weint

VonHans Puckmann

Im letzten Spiel des Saison zeigen die Rostocker erneut eine erschreckend schwache Leistung und verpatzen
so die Generalrobe
für das Pokal-Endspiel.

Rostock.Die Szenerie unmittelbar nach dem Schlusspfiff hatte irgendwie Symbolcharakter. Als Schiedsrichter Florian Heft das 38. und damit letzte Drittliga-Punktspiel der Hanseaten beendet hatte, fing der Himmel über der Rostocker DKB-Arena an zu weinen. Nicht nur der gesamte Saisonverlauf, der sich schließlich mit Rang 12 in der Abschlusstabelle widerspiegelte, verlief aus Rostocker Sicht enttäuschend. Auch das abschließende Heimspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt war „ein Spiegelbild der abgelaufenen Saison“, wie auch Hansa-Trainer Marc Fascher befand. Gegen die Thüringer sahen die 12000 Zuschauer überhaupt keine Tore, gingen mit ihrer Mannschaft allerdings nicht allzu hart ins Gericht. Bei der abschließenden „Ehrenrunde“ gab es sogar aufmunternden Applaus von den Rängen, der sicherlich auch der vorherrschenden Abschiedsstimmung geschuldet war. Denn von den elf Spielern, die gegen Erfurt in der Startelf standen, haben mit Tommy Grupe, Alex Mendy und Johan Plat aktuell nur drei einen Vertrag für die kommende Saison! Drei weitere Akteure, bei denen die Zukunft noch offen ist, würden die Hansa-Fans auch in der kommenden Saison gern im Rostocker Trikot sehen. Doch ob Tom Weilandt, Edisson Jordanov und Manfred Starke, die allesamt in der Rostocker Nachwuchsakademie ausgebildet wurden, dem Verein treu bleiben, steht in den Sternen. „Einige Gespräche laufen noch, die Ergebnisse werden wir dann nach Pfingsten verkünden“, erklärte Sport-Vorstand Uwe Vester. Endgültige Klarheit herrscht mittlerweile in Sachen Kevin Müller, was praktisch schon in der Halbzeitpause dokumentiert wurde. Nach dem Seitenwechsel nahm Johannes Brinkies den Platz zwischen den Pfosten ein und dürfte in der kommenden Spielzeit zum Stammkeeper aufsteigen. Kevin Müller hingegen zieht es nach eigenen Worten „zu einem höherklassigen Verein in den Süden.“ Allerdings gab der Ur-Rostocker zu: „Ein bisschen Wehmut ist schon dabei. Für meine persönliche Entwicklung allerdings ist es aber auch hilfreich, einmal den eigenen Stall zu verlassen.“
Zu den interessierten Zuschauern auf der Tribüne gehörte auch Rastislav Hodul. Der Trainer des Regionalligisten TSG Neustrelitz nutzte die letzte Gelegenheit, sich ein Bild vom Endspielgegner im Landespokal zu machen, dürfte allerdings kaum neue Erkenntnisse gewonnen haben.

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