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HSV-Triumph nach einem Final-Krimi

Fredrik Petersen (von links nach rechts), Pascal Hens, Michael Kraus, Johannes Bitter und Blazenko Lackovic jubeln.[KT_CREDIT] FOTO: M. Becker
Fredrik Petersen (von links nach rechts), Pascal Hens, Michael Kraus, Johannes Bitter und Blazenko Lackovic jubeln.[KT_CREDIT] FOTO: M. Becker

KÖLN.Der HSV Hamburg ist erstmals auf Europas Handball-Thron gestürmt. Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb besiegte in einem dramatischen Endspiel der Champions League in Köln den favorisierten FC Barcelona nach einer Energieleistung mit 30:29 (25:25, 9:11) nach Verlängerung und feierte dank Joker Michael Kraus und Torhüter Johannes Bitter den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.
Der deutsche Meister von 2011 veredelte damit seine 39:33-Gala im Halbfinale des Final-Four-Turniers gegen Titelverteidiger THW Kiel, der nach einem 30:31 (12:19) gegen den polnischen Meister KS Vive Targi Kielce nur den enttäuschenden vierten Platz belegte. Für Hamburg war es der zweite internationale Triumph nach dem Gewinn des Europacups der Pokalsieger vor sechs Jahren. Die Norddeutschen, die in dem erst in der zweiten Halbzeit eingewechselten Kraus und Hans Lindberg ihre besten Werfer mit jeweils sechs Toren hatten, sind nach dem SC Magdeburg (2002) und Rekordmeister Kiel (2007, 2010 und 2012) damit die dritte deutsche Mannschaft, die die begehrte Champions-League-Trophäe gewann.
Der spanische Meister Barcelona verpasste hingegen den achten Triumph in der europäischen Königsklasse trotz acht Treffern des Weißrussen Siarhei Rutenka.
Vor 20000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Köln entwickelte sich von Beginn an eine Abwehrschlacht mit zwei starken Torhütern Bitter und Danijel Saric. Dabei agierten die Spieler des FC Barcelona im Angriff zunächst etwas kreativer als die Handballer des HSV, die um fast jeden Treffer hart kämpfen musste.
Angetrieben von Rückraum-Ass Rutenka lagen die Katalanen in einer hitzigen und emotionsgeladenen Begegnung fast die gesamte erste Halbzeit mit ein oder zwei Toren in Führung.
Hamburg fand nur selten ein Mittel gegen die aggressive und offensive Deckung der Spanier. So kam der HSV zur Pause gerade einmal auf neun Tore. Zum Vergleich: In der ersten Halbzeit des Halbfinals gegen Kiel hatten die Hamburger bereits 19 Treffer erzielt.

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