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Judo: Silas Koch nicht zu bremsen

Von Mitarbeiter
Christopher Wahl

Der Prenzlauer Judonachwuchs lässt bei renommierten Turnieren in Oranienburg und Altentreptow aufhorchern.

Prenzlau.Das waren keine Kein leichtes Unterfangen. Es gab durchgängig stark besetzte Konkurrenzen. In Oranienburg starteten viele Vereine aus der Bundeshauptstadt, in Altentreptow viele aus Mecklenburg-Vorpommern und auch Gaststarter aus Polen.
Trotz zuletzt guter Leistungen gingen Florian Radschies, Richard Siromski (beide U 9), Ansgar Till (U 11) und Brian Derlat (U 15) in Altentreptow leer aus. Till hatte gesundheitlichen Probleme gerade gemeistert, Radschies, Siromski und Derlat besaßen zu wenig Wettkampferfahrung. Ungeachtet längerer Pausen konnten sich Dennis Beyer und Armin Bensing (-46 kg) Podiumsplätze sichern. Bensing wurde in der U 11 mit drei Erfolgen Turniersieger. Beyer und Sadek Al Ahmar holten in der U 15 Bronze. Der engagierte Quereinsteiger Beyer blieb nur gegen die Haltetechniken zweier Gegner aus Vorpommern ohne Chance.
Pascal Dobrowsky (7.) und Johann Voigt (5.), beide U 13, konnten im Limit bis 42 kg nicht in die Medaillenränge vorrücken (zwei Siege). Für Voigt besonders bitter, weil er im kleinen Finale mit einer mittleren Wertung (Yuko) führte, aber beim Wurfansatz ausgekontert wurde.
Zur großen Überraschung des Wettkampfwochenendes avancierte der Siebenjährige Silas Koch (-35 kg). Während Amber und Janek Hennig mit ihren Finalteilnahmen altbekannte Serien fortsetzten, überzeugte Koch in Altentreptow per fulminantem Durchmarsch in der U 9. Drei seiner Kontrahenten mussten vorzeitig, einer aufgrund deutlichen Waza-ari-Vorsprungs (große Wertung) des Prenzlauers passen. Kochs zweiter Turnieresieg in dieser Saison war zu keiner Zeit in Gefahr.
Das Geschwisterpaar Hennig wagte wieder einen Doppelstart und erkämpfte sich daher einen kompletten Medaillensatz. Gold und Bronze gingen, nachdem sie in Altentreptow für keine Gegnerin mehr als 10 Sekunden zu ihren Siegen benötigte und in Oranienburg nur von der amtierenden Kreismeisterin gestoppt wurde, an Amber (-20 kg). Zwillingsbruder Janek (-26 kg) traf an beiden Tagen auf alte Bekannte. Mit Frei (Teltow) und Bauer (Waren/Müritz) lieferte er sich harte Finalgefechte, die er beide knapp verlor. In letzter Zeit war es zu Gunsten des Kreisstädters aber nie derart eng zugegangen, denn er steckte zu keiner Sekunde auf. Und zuvor hatte alle seine Gegner kurzrundig bezwungen.

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