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Kanuflotte nimmt Kurs Portugal

VonDetlef Granzow

Am Wochenende steigt
in Montemor die Kanu-EM.
In den deutschen Großbooten greifen auch zwei Neubrandenburger
nach Edelmetall.

Neubrandenburg.Heute um 8.30 Uhr geht es los. Vom Flughafen Düsseldorf aus setzt sich die Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) in Bewegung. Ziel: Montemor in Portugal – Austragungsort der diesjährigen Europameisterschaften der Rennkanuten. Der DKV führt dabei sein derzeit stärkste Aufgebot ins Rennen. Allen voran der Canadier-Einerfahrer Sebastian Brendel (Potsdam), der in diesem Jahr bisher alle Weltcups gewonnen hat. Aber auch sonst sind alle Asse dabei, zumal der Verband mit Blick auf die Heim-WM möglichst viele Bootsklassen besetzen wird. Mit an Bord sind heute auch zwei Neubrandenburger Athleten, die die Fahnen des Tollensesee-Vereins bei den kontinentalen Titelkämpfen hochhalten wollen. Kajak-Fahrer Martin Hollstein sitzt als Schlagmann im deutschen Vierer, und auch Erik Rebstock fährt mit dem Canadier-Großboot auf Medaillenkurs.
Für London-Bronzemedaillengewinner Martin Hollstein ist der Einsatz im Vierer ein bisschen Neuland und auch Neuanfang. „Beim Weltcup in Racice sind wir nach drei Tagen gemeinsamen Trainings auf Rang drei gefahren. Jetzt nach intensivem Trainingslager merkt man schon, dass wir immer besser in den Rhythmus kommen“, freut sich Holstein, dass sein Boot mit Kostja Stoisinski, Robert Gleinert und Kai Spenner immer „runder“ läuft. Und auch Erik Rebstock sitzt in einem Vierer, der ein Garant auf Edelmetall ist: Gunnar Leue und die London-Goldjungen im Zweier, Peter Kretschmer und Kurt Kuschela, greifen gemeinsam mit dem SCN-Mann an.
Die EM in Portugal wird diesmal von den Athleten sehr ernst genommen. Den Medaillengewinnern winkt ein Start bei der Heim-WM in Duisburg. „Alle Boote müssen bei der EM einen Leistungsnachweis erbringen, noch hat keiner das WM-Ticket sicher. Wenn ein Boot nicht gut läuft, wird bis zur WM umgebaut“, erzählt Martin Hollstein. Entsprechend groß ist die Motivation nicht nur beim Neubrandenburger Vorzeigepaddler: „Am besten, wir fahren aufs Podest, das ist der sicherste Weg, auch bei der Heim-WM an den Start zu gehen“, meint Schlagmann Hollstein.

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