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Keller, Schaaf und Co.: Viel Unruhe auf Trainerbänken

Auf dem Schleudersitz: Bremens Trainer Thomas Schaaf. [KT_CREDIT] FOTO: Archiv
Auf dem Schleudersitz: Bremens Trainer Thomas Schaaf. [KT_CREDIT] FOTO: Archiv

VonJörn Schweichler

Zum Ende der Bundesliga-Saison müssen einige Fußballlehrer um ihre Weiterbeschäftigung bangen – aus ganz
unterschiedlichen Gründen.

Köln.Jens Keller hat es nicht leicht. Trotz einer erfolgreichen Rückrunde in der Bundesliga ist der Schalke-Trainer nicht wirklich populär, und jeden Tag stehen in der Zeitung andere Namen. Mal war es Armin Veh, der ihn beerben sollte, mal Stefan Effenberg, auch der scheidende Chelsea-Manager Rafa Benitez. Mit dieser Sorge ist Keller nicht allein: Auch die Zukunft von Thomas Schaaf in Bremen und Sascha Lewandowski in Leverkusen steht in den Sternen – aus unterschiedlichen Gründen.
Besonders in Gelsenkirchen aber brodelt es. Dabei hatte Manager Horst Heldt bereits Mitte April verkündet, er habe „eine klare Tendenz“. Wen er damit meinte, wollte der Manager nicht verraten. Auswahl gab es angeblich genug: Auch Thomas Tuchel, Christian Streich, Jupp Heynckes, Roberto di Matteo wurden schon gehendelt. Und natürlich Effenberg.
245 km nordöstlich ist die Trainerfrage ähnlich verworren, die sportliche Situation aber eine völlig andere. Bei Werder greift die blanke Angst um sich, nach 1980 zum zweiten Mal aus der Bundesliga abzusteigen. Der lange unantastbare Schaaf steht angesichts der schlechtesten Rückrunde der Vereinsgeschichte mit bisher nur elf Punkten aus 15 Spielen unter Dauerdruck. „Wir bringen jetzt gemeinsam die Saison zu Ende. Dann setzen wir uns hin und diskutieren die Situation“, sagte Sportvorstand Thomas Eichin. Er hofft, die Liga mit dem verdienstvollen Schaaf halten zu können. Gelingt der Klassenerhalt, bleibt die Zukunft des 52-Jährigen offen.
Die Situation bei Bayer Leverkusen wirkt hingegen denkbar einfach: Der jetzige Teamchef Sami Hyypiä wird zur neuen Saison dank eines UEFA-Sonderlehrgangs seinen Trainerschein in der Tasche haben, sein Partner Lewandowski würde dann, trotz aller fachlichen Kompetenzen, nicht mehr gebraucht. Ob der 41-Jährige, dessen Verhältnis zu Hyypiä als gespannt gilt, zurück in den Jugendbereich geht, ist offiziell noch nicht entschieden. Bayer-Sportchef Rudi Völler wollte diesbezüglich aber zumindest „eine kleine Tendenz“ erkannt haben, wie er vor zwei Wochen verkündete.

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