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Kleine Überraschung beim torlosen Derby

Torlos blieb das Derby zwischen Waren II und Penzlin. [KT_CREDIT] Foto: jens-Uwe Wegner, Verein
Torlos blieb das Derby zwischen Waren II und Penzlin. [KT_CREDIT] Foto: jens-Uwe Wegner, Verein

VonGerhard Lange

In der Fußball-Landesklasse fallen zwischen der Warener Oberliga-Reserve und dem Penzliner SV keine Tore. Dafür wirft das Trainerduo der Müritzstädter nach dem Spiel hin. Ein vermeintliches Handspiel ist der Aufreger.

WAREN.Das Müritzderby in der Fußball-Landesklasse zwischen der zweiten Garnitur des SV Waren 09 und dem Nachbarn Penzliner SV endete als glanzlose Nullnummer, die man am besten schnell der nüchternen Statistik überlässt. Was zumindest für die Hausherren, erstmals wieder auf dem Grünrasen am Kiebitzberg, zur wichtigen Bestandsaufnahme nach bisher sieglosem Aufgalopp der Frühjahrsserie hätte werden sollen, wurde zum Muster ohne Wert.
Eine Überraschung gab es dennoch – und damit kam esfür Warens Zweite ziemlich dicke. Das, worüber vorher bereits gemunkelt worden war, wurde nun offiziell:Nach dem Abpfiff erklärte das Trainerduo Sedlak/Kusch seinen Rücktritt von seiner Funktion beim SV Waren 09.Zu den näheren Umständen wollten sich beide noch nicht äußern.
Von Beginn an gingen bei deutlichem Übergewicht im Mittelfeld die Bälle am Penzliner Kasten zu oft vorbei, teilweise wurde zu überhastet agiert (Gaulke, Görtz. Schlüter). Das sollte sich auch späterhin als Manko beim SV 09 herausstellen. Überdies engte die Penzliner Abwehr einsatzstark am Mann die Bewegungsfreiheit ein. Um Mannschaftskapitän Rene Hellwig herum war keine Blöße auszumachen. Getreu ihrer Marschroute hieß es auf Gegners Platz vielmehr: Bis zur Pause das 0:0 festzurren und danach weitersehen.
Auch PSV-Keeper Ronald Köpp, von seinen Vorderleuten gut abgeschirmt, half dabei durch Übersicht und rechtzeitiges Zupacken mit. Um ein Haar hätte er sich allerdings einen harmlosen, schon gefangenen Ball ins eigene Netz geboxt. Von der Offensive her fehlte dagegen bei Andy Mielke und den beiden Köckerts der letzte Gefahr versprechende Durchbruch.
Den Aufreger in dieser Partie gab es wenige Minuten nach Wiederbeginn. In einer Spielertraube im Warener Strafraum ging eine 09-Hand zum Ball. Elfmeter oder nicht? Der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Er hatte die elfmeterreife Situation wohl nicht überblicken können wie er schon einmal zuvor ohne Reaktion blieb – bei einem durchaus zu ahndenden Foul an Steven Köckert.
In der Schlussphase drängten die Penzliner überraschend nach vorn, so dass sich selbst Kapitän Hellwig, vorher auf Abwehrsicherung konzentriert, mit einschaltete. Die Warener, kräftemässig nachlassend, konnten nur noch mit einigen Kontern dagegenhalten. Mehr ging nicht. Und fast hätten so Chris Görtz und der bis dato abgeschirmte 09-Torjäger Daniel Reichau in günstiger Einschussposition das Ding dann doch noch unverhofft, wenn auch zu diesem Zeitpunkt unverdient, gedreht. Blieb gerechterweise für jeden der Kontrahenten ein Pünktchen, mehr war von der spielerischen Substanz her mit vielen hohen Bällen ins Blaue insgesamt nicht drin.
Waren II: Vierow, Siegfried,
Schwartz, Schultze, Wackerow, Henning, Krolikowski, Schlüter, Gaulke, Görtz, Reichau, Loewenau. Penzlin: Köpp, Klein, Hellwig, Frey-
nich, Böttcher, Herrmann, R. Westpahl, Mielke, D. Köckert, St. Köckert, Bauer, Baum, P. Westphal, Popp, Riesel

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