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Krückel beim Storkower Turnier der große Abräumer

Ulf Ebel auf Caspa im Sprung. Mit diesem Holstreiner Hengst wurde er beim diesjährigen Turnier des RFV Steindamm Storkow in der M*-Springpferdeprüfung Vierter und im L-Zeitspringen Siebenter.  FOTOs (2): B. Bock
Ulf Ebel auf Caspa im Sprung. Mit diesem Holstreiner Hengst wurde er beim diesjährigen Turnier des RFV Steindamm Storkow in der M*-Springpferdeprüfung Vierter und im L-Zeitspringen Siebenter. FOTOs (2): B. Bock

VonArmin Gehrmann

Das Dauerduell Krückel kontra Ebel geht klar zugunsten des Reiters aus Groß Schönebeck aus.

Storkow.Wenn man von einem Abräumer spricht, kann das im Reitsport auch bedeuten, Stangen oder ganze Hindernisse in Serie gerissen zu haben. Doch beim diesjährigen Reitturnier des RFV Steindamm Storkow traf genau das Gegenteil zu. Ralf Krückel, RFV Schorfheide Groß Schönebeck, war nicht nur einen der viel beschäftigten Reiter an beiden Turniertagen, er wurde auch zum Dominator, denn er räumte einen Sieg nach dem anderen ab. Alle sportlich am höchsten einzustufenden Entscheidungen gingen an ihn – fünf an der Zahl, darunter auch die drei Entscheidungen der Klasse M*. Und was die Sache aus seiner Sicht aufwertet, den Veranstaltern jedoch gar nicht gefallen haben dürfte – er entschied alle Vergleiche mit Ulf Ebel (PSG Gut Angermünde) an dessen alter Wirkungsstätte für sich, wenn auch zum Teil sehr knapp.
Im Hauptwettbewerb, dem Springen der Klasse M* mit Stechen, blieben lediglich Krückel und Ebel fehlerfrei. Da konnte auch der aus Fredersdorf stammende Heiko Brehmer (RFV HLG Neustadt) nichts daran ändern, der auf Izmira nach einem Abwurf auf Sicherheit ritt und Dritter wurde. Krückel wiederum war auf Canderel in 48,89 Sekunden knapp zwei Sekunden schneller als Ebel auf seinem Holsteiner Casanova (50,74) und auf Les Lennet, mit dem er Vierter wurde. Auch im M*-Springen, in dem fünf Reiter-Pferd-Paare fehlerfrei blieben, war das Duo Krückel/Canderel nach 55,46 Sekunden das beste. Wieder folgte ihm Ebel auf Casanova (57,60). Und auch Rang drei buchte Krückel mit Calidoro (59,29) für sich vor Jan Graefe (Blumenthal/Grabow) auf Star Light (61,76) und Ebel auf Les Lennet (62,69). Das dritte M* war eine Springpferdeprüfung, in der Kückel auf Calidor mit der Wertnote 8,5 mit Abstand vorn lag. Jan Graefe auf Summer Night Dream (7,6) sowie Ebel mit Elusive Touch (7,3) und Caspa (7,1) folgten Krückel, der mit Catch the Moon auch auf 7,1 kam. Der Groß Schönebecker wurde in Storkow von Wilfried Möricke (RFV Stolzenhagen) am meisten in Bedrängnis gebracht. Im Zeitspringen der Klasse L kam Möricke auf Luna nach 60,20 Sekunden fehlerfrei ins Ziel. Doch Krückel/Calidoro waren in 59,59 knapp besser.
Das beste Ergebnis für die uckermärkischen Reiter gab es im L-Springen mit Stechen, das drei Duos erreichten. Dabei brachte Ulf Ebel das Kunststück fertig, nicht nur einen Doppelerfolg zu erkämpfen, sondern auf Casanova wie auch Les Lennet mit dem gleichen Resultat von 8 Fehlerpunkten und 64,15 Sekunden die Zeitschranke zu passieren. Er distanzierte damit Guido Leinitz (RFV Bechlin) auf Lumumba klar (13,0/69,44). Hinter Matthias Borrock (RFVZ Otto Lilienthal) auf Wie nett buchte Marcel Takacz (PSG Gut Angermünde) auf Arafat und Ghaby die Ränge fünf und sechs. Zwei Uckermärker lagen auch in der Dressur L*-Trense vorn. Für den RFVV Prenzlau gewann Sandra Ludwig auf Etienne vor Torsten Hoffmann (RFG PH Ruhnau) auf Theo mit 6,6.
Reiterhof Chefin Annette Arndt konnte ein positives Fazit ziehen. „Leider hat es mit einem Ebel-Sieg gegen Frank Krückel nicht ganz geklappt. Wir hatten viele Nachmeldungen. Das ergab zwar etwas Zeitplanverzug. Doch die Entscheidungen waren alle spannend. Und der am Sonntag rege Zuaschauerzuspruch ergab eine gute Turnieratmosphäre.“

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