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Kunstrasenplatz bleibt in der Warteschleife

Günter Westphal, Vorsitzender des FSV 90 Altentreptow, hatte gehofft, dass es noch in diesem Jahr mit der Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes los geht. Aber nun wird diese Hoffnung auf eine harte Probe gestellt.[KT_CREDIT] FOTO: P. Jasmer
Günter Westphal, Vorsitzender des FSV 90 Altentreptow, hatte gehofft, dass es noch in diesem Jahr mit der Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes los geht. Aber nun wird diese Hoffnung auf eine harte Probe gestellt.[KT_CREDIT] FOTO: P. Jasmer

VonPaulina Jasmer

Der Fördermittelantrag der Stadt für die Sanierung des Kunstrasenplatzes findet keine Berücksichtigung. So wird das Vereinssäckel des FSV 90 Altentreptow weiter strapaziert.

Altentreptow.Günter Westphal zeigt sich enttäuscht, als er am Mittwochvormittag über den Kunstrasenplatz an der Stralsunder Straße blickt. „Skeptisch war ich ohnehin, habe das aber nie laut gesagt, weil doch Optimismus wichtig ist. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt“, sagt er.
Diese Enttäuschung des Vorsitzenden des FSV 90 Altentreptow kommt nicht von ungefähr, hat doch Bürgermeister Volker Bartl (CDU) den Mitgliedern des Hauptausschusses, die am Dienstagabend nicht öffentlich tagten (der Nordkurier berichtete), mitgeteilt, dass die Sanierung und Erweiterung des Kunstrasenplatzes erst einmal auf Eis liegt.
Der Grund: Der Vergabeaussschuss des Ministeriums hatte im Februar getagt und soll Altentreptow in seinen Entscheidungen nicht bedacht, sprich keine Gelder bewilligt haben, wie Volker Bartl auf Nachfrage sagt.
Erst am 7. Oktober tage dieser Ausschuss wieder. „Dann stehen wir aber ganz oben auf der Prioritätenliste“, wie Volker Bartl versichert.
Wenn die Zusage über die Förderung von weit mehr als 450 000 Euro, die die Stadt natürlich kofinanzieren muss, kommt, dann würden sofort die Ausschreibungen starten. Das Stadtoberhaupt rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr 2014.
Diese Entwicklungen seien nicht zu ändern, meint Günter Westphal, der aber weiß, dass die Vereinskasse auch in der kommenden Saison weiter strapaziert werde. Denn der Kunstrasenplatz ist für die 1. und 2. Männermannschaft, die A- und B-Junioren und für die Alten Herren in Landesklasse, Landes- und Kreisliga nicht bespielbar.
Der Platz ist seinerzeit – vor 16 Jahren – zu klein angelegt worden. Es fehlen einige Meter in der Breite. Günter Westphal sieht jedoch keine Fehler in der damaligen Planung, wie er betont. Denn der Platz sei für die Nachwuchsarbeit konzipiert worden. Dass darauf einmal Punktspiele stattfinden könnten, hätte nicht zur Debatte gestanden. „Das Spiel auf Kunstrasen hatte früher gar nicht die Bedeutung“, schätzt er ein.
Heute natürlich schon. Und so können die Altentreptower Fußballer in den nassen und feuchten Monaten kaum Heimspiele austragen. Mal ein Spiel auf dem Rasenplatz nebenan würde gehen, doch „danach sieht der aus wie eine Mondlandschaft“. Deshalb müssen die Altentreptower ihre Punktspiele in andere Orte verlegen. Zum Beispiel nach Neubrandenburg, Dargun, Woldegk oder Friedland. Und überall ist eine Platzmiete zu entrichten. Die schwanke zwischen 70 und 130 Euro – ein erheblicher finanzieller Mehraufwand für die nächste Saison.
„Aber wir versuchen das natürlich zu packen“, sagt Günter Westphal optimistisch und hofft auf eine Förderzusage dann im Oktober.

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p.jasmer@nordkurier.de

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