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Mit Köpfchen und Kugel zum Vize-Titel

Franziska Sydow und Trainer Svend Saupe freuen sich über den Vize-Landesmeister-Titel. Nun haben die beiden Kegler vom KC Randow Eggesin die Deutsche Meisterschaft im Blick, die Mitte Juni in Lüneburg stattfindet. [KT_CREDIT] FOTO: L. Storbeck
Franziska Sydow und Trainer Svend Saupe freuen sich über den Vize-Landesmeister-Titel. Nun haben die beiden Kegler vom KC Randow Eggesin die Deutsche Meisterschaft im Blick, die Mitte Juni in Lüneburg stattfindet. [KT_CREDIT] FOTO: L. Storbeck

VonLutz Storbeck

In dem kleinen Städtchen Eggesin wird der Kegelsport groß geschrieben. Der ortsansässige Kegelclub hat seit kurzem auch eine Vize-Landesmeisterin, und die bereitet sich nun auf das nächste Großereignis vor: die Deutschen Meisterschaften.

Eggesin.Franziska Sydow arbeitet als Verkäuferin bei Sky in Torgelow. Und hat ein Hobby, bei dem es rund geht. Denn in ihrer Freizeit hantiert die junge Frau mit Kugeln. Sie hat sich dem Kegelsport verschrieben, und das bereits seit etwa zehn Jahren. Hat fleißig trainiert und nun den Titel einer Vize-Landesmeisterin mit an die Randow gebracht. Zu den Meisterehren ist die 20-Jährige in Lüneburg gekommen. Zwar liegt die Stadt nicht in Mecklenburg-Vorpommern, doch sie hat, was hierzulande fehlt, nämlich eine Halle mit zwölf Bahnen. „Das ist wichtig, um den Zeitplan bei einer solchen Meisterschaft einhalten zu können“, sagt Trainer Svend Saupe. Das Kegeln, sagt der Trainer, ist nicht nur eine körperliche Angelegenheit, sondern in erster Line eine „Kopfsache“. Wer so erfolgreich kegeln will wie Franziska Sydow, müsse die Technik beherrschen, aber sich eben auch schnell auf eine Bahn einstellen können. „Nicht nur, weil jede Bahn anders ist. Sondern auch, weil sich jede Bahn verändert, das Holz arbeitet zum Beispiel, und Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben darauf Einfluss“, erklärt der Trainer.
In Lüneburg hat Franziska Sydow offenbar alles beherzigt, hat sich auf die Bahnbedingungen gut eingestellt, hat gleichmäßig gekegelt und kam so zum Erfolg. Es gibt, sagt sie, natürlich auch einen Tipp, um „Ratten“ – also Fehlwürfe – zu vermeiden: einfach nur die Hand gerade halten und dann die Kugel schieben, sagt die 20-Jährige mit einem Augenzwinkern. Es steckt also viel Kopfarbeit hinter guten Kegelergebnissen. Dennoch sollte die Kondition auch stimmen: eine Kugel wiegt etwa 2,9 Kilogramm – in Lüneburg hat die junge Frau wie ihre Konkurrenten fünf Eingewöhnungswürfe und 120 Würfe absolviert – mithin also mehr als eine Drittel Tonne bewegt.
Nach dem Erfolg in Lüneburg geht es im Juni erneut dorthin. Vom 13. bis zum 23. Juni tragen die besten Kegler aus Deutschland ihre Meisterschaft aus. Ob Franziska Sydow dort wieder erfolgreich sein wird? Darüber kann man nur spekulieren. Denn entscheidend, sagt sie, sei außer den Bahnen auch die Tagesform der Wettkämpfer. „Wenn man gewinnt, dann macht das auch Spaß“, sagt die junge Frau. In dem Sinne sei ihr bei und vor allem nach dem Wettkampf sehr viel Spaß gewünscht.

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