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Mourinhos Geist spukt bei Chelsea

VonPatrick Kleinmann

Durch den 3:1-Sieg gegen den FC Basel und den Einzug ins Finale der Europa League gegen Benfica Lissabon hat der Londoner Club weiter alle Chancen auf ein historisches Double.

London/Köln.Der Schatten José Mourinhos war nicht zu übersehen an diesem Abend, und er war auch nicht zu überhören. Keine acht Minuten waren gespielt, als von den Fans auf der Haupttribüne zum ersten Mal eine klare Forderung kam: „José Mourinho!“
Es sollte das Thema bleiben, auch wenn der 3:1 (0:1)-Sieg Chelseas, der den Einzug ins Endspiel der Europa League am 15. Mai in Amsterdam gegen Benfica Lissabon sicherte, auch andere Geschichten zu liefern hatte. Zum Beispiel, dass die „Blues“ trotz einer unschönen Halbzeitpause weiter auf einen historischen Abend in Amsterdam hoffen dürfen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit beendeten Fernando Torres (50.), Victor Moses (52.) und David Luiz (59.) innerhalb von neun Minuten jegliche Hoffnung, die in den tapferen Baslern nach der 1:0-Pausenführung durch Mohamed Salah vielleicht aufflammte. Bei einem Erfolg wäre Chelsea ganze zehn Tage gleichzeitig Titelträger der Europa und der Champions League – das gelang noch keinem Verein zuvor.
Oder, dass Chelsea-Ikone Frank Lampard ein eindrucksvoller Rekord vorerst verwehrt blieb. 201 Treffer hatte der 34-Jährige vor dem Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen den FC Basel bereits für die Blues erzielt, der 202. und damit das Einstellen des Rekords von Bobby Tambling sollte nicht gelingen. Nein, Mann des Spiels war Mourinho.
Auch ohne seine physische Anwesenheit war der Portugiese, derzeit noch umstrittener Chefcoach von Real Madrid, beim Europacup-Spiel an der Stamford Bridge greifbar. Und auch ohne eindeutige offizielle Aussagen scheint klar, dass der bei Real Madrid nicht mehr geliebte Trainer zur kommenden Saison zurückkehrt.
Immerhin wurde bekannt: Mourinho und Chelsea-Boss Roman Abramowitsch seien laut The Sun bereits beim gemeinsamen Abendessen in London gesehen worden. Gelockt wird „The Special One“ angeblich mit einem Paket von etwa zwölf Millionen Euro Gage pro Jahr und einer umfangreichen Aufrüstung des Kaders. Im Gespräch seien unter anderem die Stürmer Robert Lewandowski (Borussia Dortmund), Mario Gomez (Bayern München) und Radamel Falcao (Atletico Madrid). Halbe Sachen gib es bei Mourinho nicht.

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