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Nach Königsklassen-Einzug: Turbine heiß auf den Pokal

Potsdam.Sektkorken knallten bei Turbine Potsdam nach dem 2:0-Sieg beim Absteiger FSV Güterloh am Sonntag nicht, jedoch lagen sich Spielerinnen und Trainerstab nach dem Abpfiff glückselig in den Armen. Dank der Schützenhilfe des FC Bayern München haben die Brandenburgerinnen doch noch Platz zwei in der Fußball-Bundesliga erklommen und damit den Sprung in die kommende Champions-League-Saison geschafft.
In dieser Spielzeit wartet auf die Potsdamerinnen nun noch das Endspiel im DFB-Pokal am Pfingstsonntag in Köln gegen Meister VfL Wolfsburg. „Jetzt sind wir heiß auf das Pokalfinale“, erklärte Vereinspräsident Günter Baaske. „Wir suchen dort ganz klar unsere Chance“, pflichtete Chefcoach Bernd Schröder bei. „Der VfL hat verdient den Titel geholt. Aber was mich wurmt, ist, dass Wolfsburg in der Saison ein Tor mehr geschossen hat als wir.“ Auf der Habenseite der Niedersächsinnen stehen 71 Tore und bei Potsdam 70. „Von daher haben wir viel Material, um das im Pokalfinale geradezurücken“, erklärte Schröder lachend. „Wir treffen uns auf Augenhöhe“, betonte Turbine-Kapitän Tabea Kemme. Bevor das Finale ansteht, heißt es für Schröder: Erst einmal tief durchatmen. Denn selbst der altgediente Coach hatte nicht mehr mit der Vize-Meisterschaft gerechnet. Möglich machte diese das Bayern-Team von Trainer Thomas Wöhrle mit seinem 2:1-Auswärtssieg in Frankfurt. „Ich habe gleich bei Thomas angerufen und Worte des Dankes übermittelt“, sagte Schröder. Das „Glück des Tüchtigen“ stehe Turbine nach der zum Teil durch Verletzungen verkorksten Saison auch zu, meinte Baaske.

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