
| Nach dem Unentschieden gegen Chemnitz |
von Hans Puckmann
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Der Hansa-Trainer sah auch das Nervenkostüm als Ursache für die mangelhafte spielerische Leistung: „Das war Zitterfußball, wir haben Nerven gezeigt, die Verunsicherung nach den letzten beiden Auswärtsspielen war greifbar. Und diese Verunsicherung müssen wir jetzt aus den Köpfen der Spieler bekommen“, sieht er die Hauptaufgabe in den kommenden beiden punktspielfreien Wochen. Dabei kommt ihm das zwischenzeitliche Pokalspiel gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gerade recht: „Das wird ein leichtes Spiel, denn da erwartet niemand etwas von uns. Ich hoffe, da können wir befreiter aufspielen und damit auch die Köpfe wieder frei bekommen.“
"Wir haben immerhin sieben Punkte, Karlsruhe hat nur drei
Freie Köpfe brauchen die Spieler auch, denn zum Auftakt der nächsten englischen Woche nach dem Pokal haben die Hanseaten sogar zwei Auswärtsspiele hintereinander zu absolvieren. „Und das sind dann Spiele, in denen wir punkten müssen“, weiß auch Wolfgang Wolf, dass seine Mannschaft bald die Kurve kriegen muss. Kritik an seiner Arbeit lässt der Trainer allerdings nicht zu: „Natürlich wissen wir, dass wir uns noch verbessern müssen, aber wir sollten die Kirche auch im Dorf lassen. Wir haben immerhin sieben Punkte, Karlsruhe hat nur drei, was sollen die sagen? Und Aachen hat auch nur einen Punkt mehr als wir!“ Ohnehin ist es seiner Meinung nach noch viel zu früh für eine Bestandsaufnahme: „Nach fünf Spielen kann man doch noch keinen Strich drunter machen. Im Winter können wir schauen, wo wir stehen und was machbar ist.“
Auch der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann findet: „Jetzt ist es noch nicht an der Zeit, über das Korrigieren des Saisonziels nachzudenken. Es gibt noch 33 Spieltage und jede Mannschaft hat noch alle Chancen. An den Problemen kann man arbeiten und über den Trainer brauchen wir nicht zu diskutieren.“
Ob man in der Lage ist, eventuell den Spielerkader – auch im Hinblick auf eine möglicherweise längere Verletzung von Spielmacher Mohammed Lartey – noch zu verstärken, ließ der Hansa-Vorstand offen. „Nach dem DFB-Pokalspiel werden wir einen Kassensturz machen.“ Was bedeuten könnte: Erreicht man am kommenden Sonntag (Spielbeginn 18.30 Uhr) mit einem Heimsieg über den 1.FC Kaiserslautern die zweite Pokalrunde, stehen weitere Fernsehgelder ins Haus. Und der FC Hansa könnte dann vielleicht noch einmal reagieren.
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