Di. 14. August 2012
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Nach dem Unentschieden gegen Chemnitz von Hans Puckmann

Pokalspiel gegen Lautern kommt Hansa gerade recht

Für Rostocks Trainer Wolfgang Wolf ist es nach dem fünften Spieltag noch zu früh für eine umfangreiche Bestandsaufnahme.

Hansas Ken Leemans (links) kämpft hier mit dem Chemnitzer Florian Hörnig um den Ball. Beide Mannschaften trennten sich im Punktspiel 0:0.
Hansas Ken Leemans (links) kämpft hier mit dem Chemnitzer Florian Hörnig um den Ball. Beide Mannschaften trennten sich im Punktspiel 0:0.
Foto: Andy Bünning
Rostock (hp)  

Zufrieden war keiner der 11800 Zuschauer, die das 0:0-Unentschieden zwischen Fußball-Drittligist Hansa Rostock und dem Chemnitzer FC in der DKB-Arena miterlebt hatten. Zwar kassierten die Rostocker zum ersten Mal in der laufenden Saison kein Gegentor, präsentierten sich allerdings in der Offensive ausgesprochen harmlos. Für Trainer Wolfgang Wolf ein zweischneidiges Schwert: „Als wir in den vergangenen Spielen mutiger nach vorn gespielt haben, taten sich Lücken im Mittelfeld auf und die Abwehr wurde anfällig. Nach den fünf Gegentoren in Münster haben wir diesmal deutlich mehr Augenmerk auf die Defensive gelegt. Jetzt standen wir hinten sicher, aber nach vorn ist kaum etwas gelungen.“

Der Hansa-Trainer sah auch das Nervenkostüm als Ursache für die mangelhafte spielerische Leistung: „Das war Zitterfußball, wir haben Nerven gezeigt, die Verunsicherung nach den letzten beiden Auswärtsspielen war greifbar. Und diese Verunsicherung müssen wir jetzt aus den Köpfen der Spieler bekommen“, sieht er die Hauptaufgabe in den kommenden beiden punktspielfreien Wochen. Dabei kommt ihm das zwischenzeitliche Pokalspiel gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gerade recht: „Das wird ein leichtes Spiel, denn da erwartet niemand etwas von uns. Ich hoffe, da können wir befreiter aufspielen und damit auch die Köpfe wieder frei bekommen.“


"Wir haben immerhin sieben Punkte, Karlsruhe hat nur drei"

Freie Köpfe brauchen die Spieler auch, denn zum Auftakt der nächsten englischen Woche nach dem Pokal haben die Hanseaten sogar zwei Auswärtsspiele hintereinander zu absolvieren. „Und das sind dann Spiele, in denen wir punkten müssen“, weiß auch Wolfgang Wolf, dass seine Mannschaft bald die Kurve kriegen muss. Kritik an seiner Arbeit lässt der Trainer allerdings nicht zu: „Natürlich wissen wir, dass wir uns noch verbessern müssen, aber wir sollten die Kirche auch im Dorf lassen. Wir haben immerhin sieben Punkte, Karlsruhe hat nur drei, was sollen die sagen? Und Aachen hat auch nur einen Punkt mehr als wir!“ Ohnehin ist es seiner Meinung nach noch viel zu früh für eine Bestandsaufnahme: „Nach fünf Spielen kann man doch noch keinen Strich drunter machen. Im Winter können wir schauen, wo wir stehen und was machbar ist.“

Auch der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann findet: „Jetzt ist es noch nicht an der Zeit, über das Korrigieren des Saisonziels nachzudenken. Es gibt noch 33 Spieltage und jede Mannschaft hat noch alle Chancen. An den Problemen kann man arbeiten und über den Trainer brauchen wir nicht zu diskutieren.“

Ob man in der Lage ist, eventuell den Spielerkader – auch im Hinblick auf eine möglicherweise längere Verletzung von Spielmacher Mohammed Lartey – noch zu verstärken, ließ der Hansa-Vorstand offen. „Nach dem DFB-Pokalspiel werden wir einen Kassensturz machen.“ Was bedeuten könnte: Erreicht man am kommenden Sonntag (Spielbeginn 18.30 Uhr) mit einem Heimsieg über den 1.FC Kaiserslautern die zweite Pokalrunde, stehen weitere Fernsehgelder ins Haus. Und der FC Hansa könnte dann vielleicht noch einmal reagieren.

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