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Reiche Medaillenbeute junger Uckermärker

Aimeè Abitz (links) und Tim Jantschewsky, PSV Templin, qualifizierten sich mit ihren Erfolgen bei den Kreisunionsmeisterschaften für die Landesmeisterschaften.  FOTO: U. Werner
Aimeè Abitz (links) und Tim Jantschewsky, PSV Templin, qualifizierten sich mit ihren Erfolgen bei den Kreisunionsmeisterschaften für die Landesmeisterschaften. FOTO: U. Werner

VonUwe Werner
undSiegmar Klamann

Bei den Meisterschaften der Kreisunion trumpfen junge Athleten des PSV Templin und Prenzlauer JSV auf.

Templin/Prenzlau.In Oranienburg erntete der Judonachwuchs aus Templin und Prenzlau verdienten Lohn großer Mühen. Mit hervorragenden Leistungen konnten gleich mehrere Nachwuchsjudokas vom Polizeisportverein Templin (PSV) glänzen. „In der Sporthalle der Polizeifachhochschule Oranienburg mussten sechs unserer Kämpfer gegen eine starke Konkurrenz von über 80 Startern aus elf Vereinen ihr Können beweisen. Dank einer sehr guten Vorbereitung und eines starken Siegeswillens schafften vier von ihnen den Sprung auf das Siegertreppchen“, berichtete der PSV-Vorsitzende Fred Schulz erfreut.
Nach starken Leistungen und Siegen in ihren Altersklassen wurden die Templinerinnen Lea Lüdecke (10 Jahre/Gewichtsklasse 30 kg) und Aimeé Abitz (11 Jahre/-52 kg) mit Goldmedaillen geehrt. Zweite Plätz erkämpften die achtjährige Rosa Lehmann (-24 kg) und der neunjährige Lennart Lehmann (-28 kg). Und Tim Jantschewsky (11 Jahre/-37 kg) gewann Bronze.
„Für den Sprung auf das Siegertreppchen reichte es aber für Lucian Woldt (11 Jahre/-26 kg) nicht. Er machte in seinen Kämpfen zwar eine gute Figur, wurde aber Sechster“, resümierte Fred Schulz. „Durch ihre Medaillenränge haben sich Aimeé Abitz und Tim Jantschewsky in der U 11 zugleich für die Landeseinzelmeisterschaften in Fürstenwalde qualifiziert. Wir hoffen natürlich, dass sie unsere Vereinsfarben dort würdig vertreten“, so Fred Schulz.
Für die Prenzlauer Judokas wurden in der AK 11 Janek Hennig (-25 kg) und Armin Bensing (-46 kg) KreisunionsMeister. Bei den Mädchen erkämpften Amber Hennig (-24 kg), bei den Jungen Jannes Witt (34 kg) dritte Ränge. Johann Voigt und Pascal Dobrowsky (AK 13/-43 kg) belegten die Plätze zwei und drei. Beide qualifizierten sich damit für die Landesmeisterschaft.
Amber Hennig, die Leichteste in ihrer Gewichtsklasse, konnte lange Zeit der körperlich überlegenen, späteren Siegerin Giede (Strausberg) Paroli bieten. Gegen Stäps (Oranienburg) setzte sie sich vorzeitig mit Ippon für ihren Uki-goshi (Hüftwurf) durch. Mit ein wenig mehr Konzentration hätte sie dies auch gegen Lehmann (Templin) wiederholen können, so blieb es bei Platz drei. Ihr Bruder Janek wurde souveräner Sieger. Gegen Fritz (Oranienburg) und v. Dziegielewski (Bernau) gewann es vorzeitig mit Ippon für Seoi-otoshi (Schulterwurf) und anschließender Mune-gatame (Festhalte). Gegen Fengler (Angermünde) war er der aktivere Kämpfer, siegte mit Yuko für Ko-soto-gake (Fußwurf).
In der stark besetzten Gewichtsklasse bis 34 kg musste sich Jannes Witt im ersten Kampf Wundtke (Hoppegarten) geschlagen geben. Nun musste in der Hoffnungsrunde jeder weitere Kampf gewonnen werden, um nicht vorzeitig auszuscheiden. Er konnte sich steigern und mit einer starken Leistung Pöbler (Angermünde) nach Kampfrichterentscheid sowie Beer (Strausberg) vorzeitig mit Ippon (Waza-ari für den Fußwurf O-soto-gari und Waza-ari für die Festhalte Kesa-gatame) bezwingen. Im kleinen Finale um Bronze war er Lemnitz (Bernau) überlegen.
Auch Armin Bensing (-46 kg) agierte souverän. Gegen den höher graduierten Stepanek (Schwedt) gewann er vorzeitig mit Ippon für Kesa-gatame. Von seinem nächsten Gegner Gädicke (Oranienburg) wurde er überrascht. Dieser ging zunächst mit Waza-ari für O-goshi (Hüftwurf) in Führung. Dies stachelte ihn aber an. Bensing wurde deutlich aktiver und konnte mit Waza-ari für Ko-soto-gake ausgleichen und sogar mit Yuko (großer technischer Vorteil) für einen Konter in Führung gehen – diese behauptete er.
In der Altersklasse U 13 kämpften Pascal Dobrowsky und Johann Voigt in der Klasse bis 40 kg in verschiedenen Pools, sodass frühestens ein Aufeinandertreffen in den Finalkämpfen möglich war. Dobrowsky kämpfte gegen den höher graduierten Schmidt (Wriezen), ging mit eine Festhalte in Führung, aus der sich sein Gegner aber befreien konnte und dann selbst offensiv wurde. Der Prenzlauer setzte jedoch zu einem bilderbuchreifen Uchi-mata (Fußwurf) an und gewann mit Ippon. Im Kampf gegen den späteren Sieger Erchov (Oranienburg) verlor er mit Juji-gatame (Hebel). Somit wurde er Zweiter im Pool. Voigt verlor gegen Krug (Hoppegarten) nach Bestrafungen (Verlassen der Matte). Es folgte ein Sieg gegen Polewka (Oranienburg). Da Polewka dann gegen Krug gewann, wurde Voigt durch die Unterwertung Poolsieger und musste nun gegen seinen Trainingspartner Dobrosky um den Einzug in das Finale kämpfen. Dieses Duell verlief ausgeglichen. Eine Verlängerung musste her. Diese gewann Voigt. Im Finale gegen Erchov war er der aktivere Kämpfer, verlor aber wegen des Verlassens der Matte.

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