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Rekordhungrige Amazone

Da wurde stehend applaudiert, als Maria Franke ein Semifinale der Moto-Crosser gewann. Am Ende war die die 21-jährige Zeitzerin beste Frau, sprich Amazone, beim 93. Teterower Bergringrennen. Die WM-Dritte von 2007 und 2008 beantwortete die Fragen von Roland Bandow.

Seit 1995 sitzen Sie auf der Cross-Maschine und sind auf den Bahnen der Welt unterwegs. Welchen Stellenwert hat da der Bergring?
Es ist ein einmaliger, wunderschöner Kurs, der einem alles abverlangt. Und man muss jede Sekunde voll konzentriert sein. Ich denke da nur an 2012, als ich bei der Ehrenrunde den Fans zugewunken habe und dabei gestürzt bin. Ein Kreuzbandriss war die Folge. Ist halt passiert.

In diesem Jahr waren es nach dem Unwetter etwas schwierigere Bedingungen. Wie haben Sie es empfunden?
Die Bahn war nicht so schlimm wie es von außen aussah. Natürlich fährst du auf einer Cross-Maschine anders, hast eine Bremse und so weiter. Aber grundsätzlich konnte man fahren. Das haben ja letztlich die Rennen bewiesen. Und der Veranstalter hat wirklich alles getan, um die Grasbahn renntauglich zu machen. Die Leute haben den ganzen Tag geschuftet. Letztlich musst du deine Fahrweise bei schwierigeren Verhältnissen eben anpassen und vorsichtiger sein.
Ihnen liegt der Kurs. Sie haben mit 110,70 km/h Ihren eigenen Rundenrekord verbessert ...
Das ist gerade der besondere Reiz der 1877 Meter langen Strecke. Bei einem normalen Cross-Rennen im Gelände fährst du im Schnitt 50 km/h, hier hast du locker das Doppelte drauf. Aber das bedeutet auch wie gesagt vollste Konzentration. Und es macht großen Spaß.

Was sagen Sie zu den Fans?
Fantastisch, wie alle trotz der wetterbedingten Verspätung durchgehalten haben. Überhaupt ist es zum größten Teil ein sehr sachkundiges Bahnsport-Publikum. Der Teterower Bergring fasziniert jedes Jahr aufs Neue.

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