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Rote Bullen zittern sich in Liga drei

Der Leipziger Fabian Franke (rechts) im Kampf um den Ball mit dem Lotteraner Kevin Freiberger. [KT_CREDIT]          FOTO: Friso Gentsch[/KT_CREDIT][KT_CREDIT]
Der Leipziger Fabian Franke (rechts) im Kampf um den Ball mit dem Lotteraner Kevin Freiberger. [KT_CREDIT] FOTO: Friso Gentsch[/KT_CREDIT][KT_CREDIT]

Leipzig.Sportdirektor Ralf Rangnick jubelte erst auf der Tribüne, dann feierte er mit den Spielern auf dem Rasen: Nach zwei vergeblichen Anläufen hat der hochambitionierte Regionalligist RB Leipzig den lang ersehnten Sprung in den Profifußball geschafft. Die Sachsen kamen im Rückspiel der Aufstiegsrunde zur 3. Liga in einer dramatischen Zitterpartie nach Verlängerung zwar nicht über ein 2:2 (0:2, 0:1) bei den Sportfreunden Lotte hinaus, das Hinspiel hatte das Team von Trainer Alexander Zorniger aber mit 2:0 gewonnen.
„Ich bin erstmal erleichtert, dass wir das Ding noch gedreht haben. Wir haben es geschafft, jetzt sind wir alle überglücklich“, sagte Kapitän Timo Röttger: „Ich bin völlig fertig, denn das Spiel hat Nerven gekostet. Jetzt wird ersmal richtig gefeiert!“ Kapitän Daniel Frahn meinte: „Wir haben endlich unser Ziel erreicht, das ist Wahnsinn!“ Die von einem österreichischen Brausegiganten finanzierten Sachsen verhinderten nach einer schwachen regulären Spielzeit nur knapp die erste Pflichtspiel-Niederlage seit 407 Tagen. Tobias Willers (26.) und Dennis Schmidt (90. +5) hatten Lotte in Führung gebracht. Doch in der Verlängerung erkämpfte sich RB nach einem Eigentor des Lotters Willers (95.) und einem verwandelten Foulelfmeter von Stefan Kutschke (110.) noch ein Remis. Die Roten Bullen hatten vor 5604 Zuschauern, darunter etwa 2500 Fans aus Leipzig, enorme Startschwierigkeiten. Auch wenn der Aufstieg in die 3. Liga für Leipzig lange herbeigesehnt wurde, soll es nur eine Zwischenstation sein. RasenBallsport will so schnell wie möglich in die Bundesliga – und das Potenzial ist nicht nur finanziell vorhanden. Zum Hinspiel gegen Lotte kamen bereits über 30000 Fans in die WM-Arena der Messestadt, es war ein Rekord für die 4. Liga.
Holstein Kiel steht ebenfalls als Aufsteiger in die 3. Liga fest. Die „Störche“ siegten im Aufstiegsrückspiel 2:1 (1:1) beim Südwest-Meister Hessen Kassel und machten damit die Rückkehr in Liga drei perfekt.

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