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SC Victoria steckt im Abstiegsstrudel

VonBurkhard Bock

Die Fußballer des Landesligisten SC Victoria Templin verlieren durch einen späten Treffer des Oranienburger FC 0:1.

Templin.Nun wird es bis zum Saisonende ganz schwer für die Templiner. Sie stecken nach der knappen Niederlage gegen den Oranienburger FC als Tabellenvierzehnter tief im Abstiegskampf.
Die von Heiko Stäck betreuten Männer kämpften aufopferungsvoll. Lohn ernteten sie nicht. Zu allem Pech fiel der OFC-Siegtreffer in der vorletzten Spielminute. Eine bittere Niederlage. Lange nach dem Spiel gab es Diskussionen und Fassungslosigkeit. Die Mannschaft war taktisch gut eingestellt, ließ den Tabellenführer nicht ins Spiel kommen. Die erste gute Möglichkeit hatte Markus Schauseil mit einem Kopfball, den der Torwart noch über die Querlatte lenkte (9.). Danach gab es vorrangig Mittelfeldaktionen. Erst ein Schuss von Jerome Malanowski kam gefährlich auf das Templiner Tor. Hier konnte Marcin Markiewicz retten (36.). Wenig später kam Malanowski frei im Strafraum an den Ball. Erneut war Markiewicz der Bessere (41.). Vor dem Pausenpfiff hatte Lukas Berkner (SC Victoria) freie Schussbahn, aber der Versuch war zu harmlos, wurde leichte Beute des Gästekeepers. Und der OFC hatte noch eine klare Möglichkeit. Nach einem Freistoß konnte Markiewicz den Ball nur abprallen lassen. Die Gäste schalteten schneller, trafen aber das Tor nicht.
In der zweiten Halbzeit erhöhte der Tabellenführer den Druck. Der Gastgeber versuchten mit schnellen Gegenangriffen ihr Glück. Doch das fehlte, als Lukas Berkner sich auf der linken Seite durchspielte und den Ball in die Mitte passte. Dort stand Markus Schauseil im Torraum völlig frei und hämmerte den Ball über das leere Tor (64.).
„Solch klare Chancen kriegt man in der Landesliga gegen eine Spitzenmannschaft nicht viele“, meinte ein Zuschauer, der sich mächtig darüber ärgerte. Dennoch blieb es spannend – ein offener Schlagabtausch. Zwar zogen sich die Templiner in die eigene Hälfte zurück, sorgten aber immer wieder für Entlastungsangriffe. So nutzte Felix Hoff eine gute Möglichkeit nicht. Die Gäste hätten in Führung gehen müssen. Doch die Templiner Abwehr stand gut. Markiewicz hielt alles, was auf seinen Kasten kam. Die Templiner Fans hofften auf eine Punkteteilung. Doch dann kam die 89. Spielminute. Nach einem Eckball der Gäste waren die Templiner nur daran interessiert, den Ball wegzuschlagen. Markus Kapischke hätte Ruhe ins Spiel bringen müssen, als er ungehindert und frei an den Ball kam. Doch überhastet schlug er ihn weg. Der wurde von einem Oranienburger abgefangen. Dann ging es sehr schnell. Die Gäste nutzten die momentane Unordnung in der Abwehr eiskalt aus.
Gemessen an ihrem starken Einsatz hatten sich die Templiner eigentlich einen Punkt verdient. Dagegen vollzogen die Oranienburger einen riesigen Schritt in Richtung Meisterschaft. Für die Templiner bleibt die Lage ernst. Schon morgen müssen sie in Velten gewinnen, wollen sie die Chance auf den Klassenerhalt wahren.
Templin: Markiewicz, Drescher, Aust, Berkner, Loebel (46. Gurgel), Falk, Chr. Bock, M. Bock (77. Kapischke), Schauseil (72. Schönherr), Hoff, Günther.

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