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SC Victoria Templin packt den rettenden Strohhalm

Rodney Wilson (links) und Martin Falk erkämpften mit dem SC Victoria Templin einen 3:2-Sieg in Kyritz und schauen damit dem Saisonende optimistischer entgegen.  FOTO: B. Boick
Rodney Wilson (links) und Martin Falk erkämpften mit dem SC Victoria Templin einen 3:2-Sieg in Kyritz und schauen damit dem Saisonende optimistischer entgegen. FOTO: B. Boick

VonBurkhard Bock

Geschafft, der Druck ist etwas gewichen. Nach dem 3:2-Erfolg in Kyritz erreichen die Kurstädter Rang elf der Landesliga Nord.

Templin.Die Reise der Templiner ging zum Tabellenletzten, dem bereits als Absteiger feststehenden SV Rot-Weiß Kyritz. Erneut hatte Trainer Heiko Stäck große personelle Sorgen. Nur 12 Spieler konnten aufgeboten werden. Was er und die Zuschauer dann in der ersten Halbzeit sahen, war mehr als schwach. Die Angst zu verlieren spielte wohl in den Köpfen mit. Dennoch muss man in einer solchen Situation mehr Einsatz und Kampfeswillen verlangen. Die Templiner versuchten nicht einmal in die Zweikämpfe zu kommen. Sie ließen das Spiel an sich vorbei laufen. Durch ihre inkonsequente Abwehrarbeit konnte Kyritz 1:0 in Führung gehen.
Die Nervosität stieg bei Victoria weiter. Es gelang fast gar nichts. Der einzige gute Spielzug führte dann aber zum 1:1. Über die Stationen Alexander Grosch und Rodney Wilson gelangte der all zu Matthias Bock, der von der Strafraumgrenze abzog. Der Ball rutschte unter dem Torwart ins Tor hinein.
Aber noch vor der Pause gingen die Gastgeber erneut in Führung und erzielten das 2:1. Auch hier ging ein katastrophaler Abwehrfehler voraus, es war den Templinern die totale Unsicherheit anzumerken.
In der Halbzeitpause gab es aufmunternde Worte. Für Wellington Gurgel, der sich den Arm ausgekugelt hatte, kam Ludwig Schein ins Spiel. Das Templiner Spiel wurde besser, es war plötzlich, als sei eine andere Mannschaft zu sehen. Denn nun ging es nur noch in eine Richtung. Es war ein Spiel auf ein Tor. Die Gäste setzten die Kyritzer mächtig unter Druck. Aber erneut tauchte bei den Templinern die alte „Krankheit“ wieder auf. Es wurden glasklare Chancen (M. Bock, Schauseil) nicht verwertet.
„Es ist für mich nicht zu verstehen, warum wir solche Möglichkeiten einfach nicht nutzen können“, ärgerte sich der Trainer. Nach einem Eckball konnte dann der aufgerückte Christian Bock das 2:2 erzielen. Und als kurz darauf Matthias Bock im Strafraum gefoult wurde, nutzte Christian Bock den Strafstoß zum 2:3-Treffer. Diesen knappen Erfolg, der durchaus höher hätte ausfallen müssen, retteten die Templiner dann über die Zeit und feierten den ewinn der drei wichtigen Punkte. Zwar hat der SC Victoria nun im Abstiegskampf Luft bekommen, aber die Gefahr ist noch nicht vorbei. Auch am Sonnabend muss daheim gegen Petershagen/Eggersdorf gepunktet werden.
Templin: Marcin Markiewicz, Sandro Drescher, Wellington Gurgel (38. Ludwig Schein), Martin Falk, Christian Bock, Alexander Grosch, Matthias Bock, Markus Schauseil, Felix Hoff, Martin Witt, Rodney Wilson.

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