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Schneekönig Nibali Giro-Chef

Vincenzo Nibali legte im Schneetreiben bei den Bergetappen den Grundstein für den Giro-Sieg. [KT_CREDIT] FOTO: LUCA ZENNARO
Vincenzo Nibali legte im Schneetreiben bei den Bergetappen den Grundstein für den Giro-Sieg. [KT_CREDIT] FOTO: LUCA ZENNARO

VonEmanuel Reinke

Der Italiener hat den
96. Giro d’Italia gewonnen.
Der Astana-Profi ist ein würdiger Sieger.

Köln/Brescia.„Schneekönig“ Vincenzo Nibali hat seine herausragende Leistung in den Bergen gekrönt und sich erstmals in seiner Karriere den Sieg beim Giro d’Italia gesichert. Nach drei strapaziösen Wochen, in denen erst Dauerregen, dann heftige Schneefälle und Temperaturen um den Gefrierpunkt das Peloton an die Grenzen der gesundheitlichen Belastbarkeit und darüber hinaus brachten, belohnte sich der Italiener für seine Zähigkeit mit dem begehrten gold-geschwungenen Sieger-Pokal.
Nach seinem beeindruckenden Sieg auf der von Tiefschnee begleiteten letzten Bergetappe am Samstag in den Dolomiten ließ sich Nibali den Triumph am Schlusstag nicht mehr nehmen. Im Rosa Trikot, das im dichten Schneetreiben der Bergpässe oft mehr wie eine Schutz bietende Signalweste wirkte, überquerte der Astana-Profi am Sonntag nach 197 km die finale Ziellinie im norditalienischen Brescia. Tagessieger wurde der britische Ausnahmesprinter Mark Cavendish, der sich damit den fünften Etappensieg beim Girp 2013 sicherte. Für Nibali ist es nach dem Gewinn der Spanien-Rundfahrt 2010 der zweite Sieg sowie die fünfte Podestplatzierung bei einer der drei großen Rundfahrten.
Der letzte italienische Giro-Sieger war Michele Scarponi, dem nach dem Doping-Fall des Spaniers Alberto Contador der Sieg von 2011 zugesprochen wurde. Zwei Jahre später hat das zweitwichtigste Radrennen der Welt einen würdigeren Sieger als den ebenfalls dopingvorbelasteten Scarponi. Seit der achten Etappe war Nibali Führender der Gesamtwertung und zeigte fortan kaum Schwächen. Während der britische Top-Favorit Bradley Wiggins (Sky) und Titelverteidiger Ryder Hesjedal (Kanada/Garmin) schwächelten und krankheitsbedingt vorzeitig ausstiegen, lief Nibali immer mehr zu Höchstform auf.

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