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Schürrle-Poker stört Bayers Ruhe

Von dpa-Korrespondent
Dietmar Fuchs

Nach dem 1:1-Remis gegen Wolfsburg muss sich Leverkusen nun „auf Schalke“ beweisen. Der dortige Auftritt wird zum Auftakt des spannenden Rennens um Platz drei.

Leverkusen.Die Spekulationen um Sascha Lewandowski und André Schürrle müssen raus aus den Köpfen. Ob der Trainer und der Nationalspieler auch in der kommenden Saison Bestandteile des Bayer-Profigeschäfts sein werden, soll in Leverkusen aktuell überhaupt keine Rolle spielen. Stattdessen fordert Lewandowski „totale und ausschließliche Fokussierung auf die Endphase der Meisterschaft“.
Es sind diese schmerzlichen und unnötigen Punktverluste wie jetzt beim 1:1 (1:0)vor 29 288 Zuschauerngegen den VfL Wolfsburg, die es Bayer so schwer machen. Beim Tabellenletzten in Fürth war es am 23. Spieltag ein klägliches 0:0. Dann gab es die Niederlagen in Mainz (0:1) und gegen die Bayern (1:2) – und nun wird der Bayer-Auftritt „auf Schalke“ am kommenden Samstag fast so etwas wie ein vorgezogenes Endspiel um Rang drei und die direkte Champions-League-Qualifikation. Nach dem 22. Spieltag waren es elf Punkte, nun sind es nur noch vier Zähler, die zwischen der Werkself und dem Verfolger aus Gelsenkirchen liegen. Verliert Bayer dort ohne die gesperrten Profis Stefan Reinartz und Sebastian Boenisch, bleibt nur noch ein Zähler übrig vor den dann noch folgenden fünf Aufgaben gegen Hoffenheim, Bremen, Nürnberg, Hannover und Hamburg. Vor dieser Serie hat Lewandowski keine Angst: „Wir fürchten gar nichts, sondern sind gallig darauf, etwas zu erreichen.“ Er selbst will erst nach dem letzten Spieltag offenbaren, ob er im Duo mit Sami Hyypiä weiterhin verantwortlich für die Bayer-Mannschaft bleibt. Trotz der Unklarheiten sieht Sportchef Rudi Völler den Vorteil bei der Werkself: „Wir haben es selbst in der Hand.“ Die Spieler sind sich in ihrer Einschätzung uneins. Stefan Kießling propagierte nach den Toren des erneut vom FC Chelsea umworbenen Schürrle (12. Minute) für Bayer und des Dänen Simon Kjaer für Wolfsburg (70.), jetzt müsse Leverkusen „mit aller Macht auf Schalke gewinnen“.

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