Nordkurier.de

Schwere Abwehrarbeit wird mit einem Punkt belohnt

Sebastian Turowski (links) versetzt, wird der Angriff des Neustädters durch Rot-Weiß-Kapitän Stephan Bethke noch unterbunden.  FOTO: G. Haffer
Sebastian Turowski (links) versetzt, wird der Angriff des Neustädters durch Rot-Weiß-Kapitän Stephan Bethke noch unterbunden. FOTO: G. Haffer

VonGunnar Haffer

Der Fußball-Landesligist Rot-Weiß Prenzlau erkämpft durch sein kämpferisches Aufbegehren in Neustadt einen Punkt.

Prenzlau.„Wir hatten einen Punkt zum Ziel“, wurde Prenzlaus Co.-Trainer Andreas Lemcke nicht müde, die Motivation seiner Mannschaft für das Spiel in Neustadt zu beschreiben. „Aber wir wussten, dass das richtig viel Arbeit sein würde“, ergänzte der zum Saisonfinale aus dem Amt scheidende FSV-Chefcoach Wernfried Rauch mit ernster Miene. Aus der defensiven Viererkette fehlten den Rot-Weißen gleich drei Akteure wegen Sperren. „Natürlich mussten wir hinten kräftig umstellen, aber unsere Idee, mit einer flexiblen Dreierkette ging recht gut auf“, resümierte der erfahrene Trainer .
Die vorletzte Saisonpartie war beiderseits von Anbeginn taktisch geprägt, das Unterbrechen des gegnerischen Spielaufbaus stand im Vordergrund. Die Prenzlauer wehrten sich nach Kräften und ließen ihr Bemühen erkennen, Ball und Gegner möglichst wenig in gefährlichen Zonen laufen zu lassen. Das gelang über weite Strecken. Ein Eckenverhältnis von 11:1 bis zur Halbzeit verdeutlichte die Überlegenheit der Ruppiner. Doch Nutzen ergab das wenig. Die dickste Möglichkeit hatte Kevin Gotthardt, als er aus einem Eckball und einigem Durcheinander im Prenzlauer Strafraum auf den linken Pfosten abzog. FSV-Keeper Kai Michalak war geschlagen, aber Routinier Silvio Ulrich rettete auf der Linie (10.). Bereits in dieser frühen Phase zeigte sich die gute Moral in der arg „zusammengestückelten“ Rot-Weiß-Elf. Dann aber foulte Kevin Gotthardt Stefan Schröder. Kaum geschehen und korrekt abgepfiffen, schlug der 25-Jährige dem Prenzlauler aber ins Gesicht. Ein Tätlichkeit direkt vor den Augen des Schieri-Assistenten. Rot wäre korrekt gewesen. Vom Unparteiischen gab es jedoch Ermahnung – an beide.
Auf der anderen Seite schnippelte Prenzlaus Kapitän Stephan Bethke einen Freistoß aus 24 Metern aufs rechte, obere Toreck – aber etwas zu hoch (22.).
Was das Trainerduo Rauch/Lemcke seinen Schützlingen zum zweiten Abschnitt mit auf den Weg gab, beflügelte deren Einsatz enorm. Sie übernahmen die Regie. Immer wieder wurde versucht, Marcel Urbanowicz, die einzige Sturmspitze, in Position zu bringen. Und hinten sorgte das Duo Michalak-Schindler für Ruhe vor dem Kasten. Flankiert von Stefan Schröder und Silvio Ulrich ging das fast freche Defensiv-Konzept der Trainer letztlich auf.
Es blieb beim 0:0, denn als Urbanovic einen Kopfball nach Bethke-Freistoß an den Pfosten setzte und der Ball von dort hinter die Linie abprallte (65.), gab es ebenso keinen Pfiff wie bei einem umstrittenen Handspiel von Schindler im Strafraum der Rot-Weißen (89.).

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×