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Silber- und Bronzemedaille für Prenzlauer Routiniers

Sigmar Klamann (links) und Mirko Hein vertraten denv Prenzlauer Judosportverein bei den nationalen Titelkämpfen in den Altersklassen erfolgreich.  FOTO: Prenzlauer JSV
Sigmar Klamann (links) und Mirko Hein vertraten denv Prenzlauer Judosportverein bei den nationalen Titelkämpfen in den Altersklassen erfolgreich. FOTO: Prenzlauer JSV

VonJörg Brämer

Mit drei zwei Medaillen bei drei Startern landen die Prenzlauer Judokas bei den nationalen Einzelmeisterschaften eine hervorragende Quote.

Prenzlau.Sigmar Klamann Altersklasse M 7 (bis 81 kg) und Mirko Hein Altersklasse M 5 (-73 kg) hatten sich intensiv auf diesen Höhepunkt unter Anleitung des Trainers Olaf Arndt vorbereitet. Soweit es die Zeit zuließ, nahm auch die Wahlrostockerin Christine Kühn, Altersklasse F1 (-63 kg) an der Vorbereitung im Heimatverein teil.
Sigmar Klamann hatte aufgrund des Poolsystems vier Kämpfe zu absolvieren. Gegen den amtierenden deutschen Meister Geltl (Bayern) gab es durch zwei Shido (Verwarnungen) eine Niederlage. Mit einer aktiveren Kampfgestaltung wäre auch ein Sieg möglich gewesen. Dann fand der Prenzlauer gegen den mehrfachen Europa- und Weltmeister Konradi (Württemberg) kein Mittel und verlor mit Hiza-Guruma (Knie-stopwurf). Für eine Medaille mussten nun Siege her. Dazu war es notwendig, aktiver zu kämpfen und selbst entscheidende Akzente zu setzen. Dies gelang deutlich. Gegen den deutschen Vizemeister Hartung (Nordrhein-Westfalen) offensiv gekämpft, kam er mit Seoi-Nage zu einem Yuko. Die Führung brachte Sigmar Klamann sicher über die Zeit. Gegen Faber (Bayern) brachte ein Schulterwurf (Seoi-nage) auch früh einen Yuko. Im Übergang Stand-Boden setzte er dann die entscheidenden Akzente, sodass der Kampf von Sigmar Klaman vorzeitig gewonnen wurde. Damit war der 3. Platz für ihn bei den Deutschen Meisterschaften sicher.
Für Mirko Hein war es nach vielen Jahren sein erster Wettkampf, noch dazu vor einer ungewohnten Wettkampfkulisse. Die Bestimmung des eigenen Leistungsvermögens bei einer solchen Meisterschaft erfordert Mut, Überwindung und nötigt Respekt ab. Begleitet am Mattenrand von seiner Tochter Marlen Hein, selbst international erfolgreiche Judoka, konnte er den ersten Kampf in der sehr stark besetzen Altersklasse M 5 (-73 kg) gewinnen. Gegen Deubel (Thüringen) siegte Mirko Hein mit Ippon für einen bilderbuchreifen Te-guruma (Ausheberwurf). Im nächsten Kampf gegen Hamburg (Nordrhein-Westfalen) war er für einen Augenblick unaufmerksam. Er hatte den Tomoe-nage-Ansatz seines Gegners schon abgewehrt, als dieser nachsetzte und noch zum Wurf kam. Da Hamburg, den nächsten Kampf verlor, schied Mirko Hein etwas unglückliche aus, erreichte aber eine gute Platzierung. Für die nächsten Wettkämpfe lässt das hoffen.
Bei den Frauen startete Christine Kühn gegen Helmschmidt (Württemberg). Gegen die auf Konter lauernde Gegnerin war Christine Kühn die Aktivere, die ständig mit Seoi-nage angriff und Druck ausübte. Dies werteten auch die Kampfrichter so und entscheiden nach Ablauf der Kampfzeit mit 3:0 für sie. Im Halbfinale gegen Berger (Sachsen) war Christine Kühn von Anfang an sehr aktiv, ließ ihrer Widersacherin keine Ruhe und konnte vorzeitig mit Ippon für Seoi-nage gewinnen. Damit stand sie im Finale. Dort kämpfte sie gegen Ederer (Bayern), einer Judoka, die deutlich größer war und mit Uchi-mata (Innenschenkelwurf) angriff. Diese Konstellation war für Christine Kühn denkbar ungünstig, sodass der Finalkampf verloren ging. Aber Silber war der verdiente Lohn.
Insgesamt lieferten die Prenzlauer überzeugende Leistungen. Dies kann auch Motivation für andere ehemalige Judoka oder Neueinsteiger sein. Jedenfalls steht der Prenzlauer Judosportverein allen Interessierten offen. Die DM-Erfahrungen werden auch in das Training des PJSV einfließen.

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