Nordkurier.de

Super Diskuswurf und ein Sprung über magische Höhe

Christina Obergföll sorgte in Eugene für einen deutschen Erfolg im Speerwurf. [KT_CREDIT] FOTO: STEVE DYKES
Christina Obergföll sorgte in Eugene für einen deutschen Erfolg im Speerwurf. [KT_CREDIT] FOTO: STEVE DYKES

VonHeinz Müller

Robert Harting gelingt der 35. Sieg in Serie, neun weiteren Leichtathleten eine Weltjahresbestleistung.

Eugene.Am zweiten Tag des Diamond-League-Meetings in Eugene/USA gab es am Samstagabend (Ortszeit) eine Reihe herausragender Leistungen. Diskus-Olympiasieger Harting gewann mit der in diesem Jahr noch unerreichten Weite von 69,75 Metern vor seinem Dauerrivalen Piotr Malachowski (68,19) aus Polen. Der Magdeburger Martin Wierig wurde mit 65,54 Metern beachtlicher Vierter und ließ damit sogar den Olympia-Dritten Gerd Kanter aus Estland (63,58) hinter sich. Bereits am ersten Tag dieses hochkarätigen Meetings im US-Bundesstaat Oregon hatten Speerwerferin Christina Obergföll und Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler für zwei deutsche Siege gesorgt und sich jeweils eine Prämie von 10 000 Dollar gesichert.
Im Stabhochsprung musste sich der Olympia-Zweite Björn Otto trotz einer Saisonbestmarke von 5,90 Metern wie schon bei den Sommerspielen in London Renaud Lavillenie geschlagen geben. Der Franzose siegte mit einer Weltjahresbestleistung von 5,95 Metern.
Für das Highlight im Hayward-Field sorgte Hochspringer Mutaz Essa Barshim. Der 21 Jahre alte Olympia-Dritte aus Katar überquerte als erster Athlet seit 2000 im Freien die magische Marke von 2,40 Metern – und das gleich im ersten Versuch. „Ich bin so aufgeregt. Irgendwann möchte ich auch den Weltrekord – aber nicht jetzt“, sagte Barshim.
Weitere Weltjahresbestleistungen gab es unter anderem durch Hansle Parchment aus Jamaika über 110 Meter Hürden (13,05 Sekunden), Zuzana Hejnova aus Tschechien über 400 Meter Hürden (53,70) und Tirunesh Dibaba aus Äthiopien über 5000 Meter (14:42,01 Minuten).
Beim 100 Meter-Sprint der Frauen verwehte ein um 0,2 Meter pro Sekunde zu starker Rückenwind eine neue Bestmarke durch die jamaikanische Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (10,71). Bei den Männern gewann der ehemalige Olympiasieger und Dopingsünder Justin Gatlin (USA) in ebenfalls windunterstützten 9,88 Sekunden. Der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal unter 10 Sekunden gebliebene Gatlin wird am kommenden Donnerstag bei der Station in Rom Superstar Usain Bolt herausfordern.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×