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Unter neuem Namen „UBV 48“ weiter für Fourore gesorgt

VonHorst Tischbierek

Der Boxsport schaut in Schwedt auf 65 erfolgreiche Jahre zurück. Geschichte, Teil II.

Schwedt.Mit dem Jahr 1989 wendete sich auch das Schicksal der Sektion Boxen der BSG Chemie PCK. Recht heimisch fühlte sich die einst hoch gelobte Sektion nicht mehr in ihrem Verein. Trainer Ernst Urban begann, den Boxsport in Schwedt neu zu etablieren. So schlossen sich 1994 sieben Vereinsmitglieder zusammen und setzten am 16. April ihre Unterschriften auf den Antrag zur Vereinsneugründung. Darunter waren auch solche Haudegen wie Günter Jähnke und Ekki Schmidt.
Es folgte 1995 die erste offizielle Wahl zum Vorstand des Uckermärkischen Boxvereins 1948 Schwedt (UBV 48). Personalfragen und „Geldbeschaffung“ waren seine ersten Aufgaben. Und sportlich ging es wieder aufwärts, „Schwedt hat bestes Box-Team der 2. Bundesliga“, hieß es in der Presse. Die Fans kamen in Scharen. 1996 wurde Jan Golla Dritter der deutschen Meisterschaften, elf UBV-Boxer wurden Landesmeister.
In der Saison 1997/98 boxte die UBV-Staffel in der 1. Bundesliga und wurde überraschend Dritter. Und die Mühen um den Nachwuchs im Boxsport wurden mit dem Status „Landesleistungsstützpunkt“ anerkannt. Auch 1999 kämpfte der UBV 48 in der 1. Bundesliga und richtete die 27. Deutsche Jugendmeisterschaft aus. Der Verein verabschiedete sich dann zwar aus dem Box-Oberhaus. Doch es gab auch Erfreuliches, denn 2003 erhielt der UBV 48 ein eigenes Objekt in der Grambauerstraße, das mit viel Engagement zum schicken Vereinsheim wurde.
Und sportlich? 2003/04: Der UBV 48 kämpft in der Oberliga. 2005: Mathias Seidensticker wird deutscher Juniorenmeister, Christof Woditschka deutscher Kadettenmeister sowie Sieger im internationalen Brandenburg-Cup. Obendrein siegen Seidensticker, Benno Borchert und Stefan Wagenknecht bei den internationalen deutschen Meisterschaften der Junioren.
Fast unbemerkt, aber gewollt und gefördert, begann ein struktureller Umbruch im Verein. Ein eigenes Vereinsheim zu haben, das förderte nun auch breitensportliche Ambitionen. Frauengymnastik, Cheerleader, Volleyballer, Rückenschulgruppe und mehr wurden ins Vereinssprektrum aufgenommen. 2006 erhielt der Verein für seine Erfolge den „Silbernen Stern des Sports“. Durch Baumaßnahmen am eigenen Objekt wurden 2007 die Kapazitäten räumliche erweitert. 2009 sah man den Verein zwar am Ende der 2. Bundesliga. Doch stemmte er Großes, denn er richtete die Eröffnungsveranstaltung zur 21. Jugend-Europameisterschaft aus, die in Szczecin ausgetragen wurde. Und 2009/10 wurde noch ein Zweitliga-Jahr angehangen. Mit dem Gewinn der deutschen Juniorenmeisterschaft landete Dennis Weber 2011 einen großen Erfolg. Stark auch die UBV-Staffel 2011/12, als sie Liga-Rang zwei erkämpfte.

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