Di. 10. Juli 2012
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Motorsport von Redaktion

Vettel mit Schwung zum Hockenheim

Hatten einen sehr guten Auftritt in Silverstone: Sebastian Vettel (links) und Mark Webber. [KT_CREDIT] FOTO: afp
Hatten einen sehr guten Auftritt in Silverstone: Sebastian Vettel (links) und Mark Webber. [KT_CREDIT] FOTO: afp
Silverstone.An den ganz eigenen Geruch eines vom Champagner durchnässten Rennanzuges hatte sich Sebastian Vettel schnell wieder gewöhnt. „Wieder auf dem Podium zu sein und Champagner zu verspritzen, war schön“, sagte Vettel, der in Silverstone erstmals seit seinem Sieg am 22. April in Bahrain wieder mit auf dem Treppchen stand. Dass es „nur“ der dritte Platz war, störte ihn dabei nur ein bisschen, schließlich hatte Teamkollege Mark Webber WM-Spitzenreiter Fernando Alonso wichtige Punkte abgerungen und mit dem Sieg für blendende Stimmung bei den „Bullen“ gesorgt.
Bei der Teamparty flossen sicher mehr als die „paar Drinks“, die Vettel schon direkt nach dem Rennen angekündigt hatte. Allerdings muss der 25 Jahre alte Titelverteidiger seinen zehn Jahre älteren Teamkollegen Webber jetzt ganz weit oben auf die Liste seiner WM-Konkurrenten setzen, direkt hinter Ferrari-Star Alonso. Dass „Aussie“ Webber in dieser Saison wieder so stark ist wie 2010, als er bis zu Vettels Last-Minute-Triumph in Abu Dhabi auch große Titelchancen hatte, ist für Vettel „keine Überraschung“. „Ich habe den Vorteil, dass er im gleichen Team fährt, daher kann ich sehen, was er macht“, sagte Vettel.
Nach seinem zweiten Saisonsieg nach Monaco hat Webber 116 Punkte auf dem Konto und ist erster Verfolger von Alonso (129). Vettel folgt mit 100 Zählern auf Rang drei, nachdem er zwei Wochen zuvor beim Ausfall in Valencia sicher scheinende 25 Punkte verloren hatte.
Der frühere Formel-1-Pilot und heutige RTL-Experte Christian Danner glaubt, dass der Weltmeister 2012 nur aus diesem Trio kommen kann: „Im Moment kristallisiert sich langsam heraus, dass die WM zwischen Webber, Alonso und Vettel entschieden wird.“
Der nächste Grand Prix ist dabei für Vettel ein ganz besonderer. „Hockenheim ist gerade mal eine halbe Stunde von meiner Heimatstadt entfernt“, sagte der Heppenheimer, der noch auf seinen ersten Heimsieg in Deutschland wartet. „Wir sind auf dem richtigen Weg, vielleicht kann ich in diesem Jahr gewinnen“, meinte Vettel, der sich aber nicht zu sehr unter Druck setzen will: „Ich bekomme keine zusätzlichen Punkte, wenn ich bei meinem Heimrennen siege. Man darf niemals verbittert an die Sache herangehen. Ich werde mein Bestes versuchen – ich bin natürlich heiß und möchte gewinnen.“
Das voraussichtlich riesengroße Interesse der Fans stört ihn dabei nicht. „Nein, das ist kein Stress. Ich freue mich“, sagte er. Auch darauf, dass das traditionelle Benefiz-Fußballspiel vor dem Rennen erstmals in Frankfurt im Stadion „seiner“ Eintracht stattfindet.sid
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