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WM-Auftakt: Unsicher wirkt Haug nur auf dem Podest

Von dpa-Korrespondent
Claas Hennig

Auckland ist für die deutsche Triathletin eine Reise wert – und sie ist endgültig Titelfavoritin. Die Männer-Bilanz ist mäßig.

Auckland/Berlin.Routiniert wirkte Anne Haug noch nicht, als sie zur Siegerehrung im Hafen von Auckland antrat. Ein wenig unsicher stand die Triathletin nach ihrem Erfolg im ersten von acht WM-Rennen des Jahres erst vor und ein wenig später ganz oben auf dem Podest. Doch die WM-Zweite des Vorjahres muss sich allmählich an das Zeremoniell gewöhnen. Denn es gibt derzeit nur wenige in der Weltspitze, die mit der Münchnerin mithalten können. Mit ihrer eindrucksvollen Vorstellung vor der Skyline der neuseeländischen Metropole unterstrich sie, dass sie in diesem Jahr eine der Top-Kandidatinnen auf den WM-Titel ist. „Ich bin überwältigt und total zufrieden“, sagte Haug. Diesmal setzte sich die 1,64 Meter große Triathletin nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen nach einem langen Schlussspurt mit einem Vorsprung von zwei Sekunden gegen die erst 22 Jahre alte Niederländerin Maaike Caelers durch. Dritte wurde die Australierin Felicity Abram. „Dieser letzte Kilometer fühlte sich eher wie zwei Kilometer an, das waren mit die härtesten 1000 Meter, die ich je gelaufen bin“, sagte Haug.
Hoffnung, einmal Anne Haug zu folgen, macht die 24-jährige Anja Knapp aus Dettingen. Sie mischte trotz eines Tritts in den Magen beim Schwimmen lange vorn mit. Am Ende fehlte ihr beim Laufen die Kraft. Sie wurde 19. vor der 37-jährigen Anja Dittmer aus Neubrandenburg.
Für die deutschen Männer lief das Rennen durchwachsen. Bester war noch Jan Frodeno als Neunter. Bis zu seiner Reifenpanne auf dem Rad war er vorn dabei. Die Aufholjagd kostete dem 2008-Olympiasieger zu viel Substanz. „Es ist echt schade, da wäre sehr viel mehr drin gewesen!“, sagte er. Der 23 Jahre alte Potsdamer Franz Löschke wurde 13., der Saarbrücker Gregor Buchholz 15. Steffen Justus aus Saarbrücken enttäuschte als 21. Den Sieg holte sich der Olympia-Dritte Javier Gomez, der zum vierten Mal hintereinander in Auckland gewann.

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