
| Tiere |
von Redaktion
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Die Braunbären im Bärenwald Müritz trotzen auf unterschiedliche Weise der frostigen Bibber-Kälte in Norddeutschland. „Zwei Bären sind noch wach und laufen herum, die anderen halten Winterschlaf“, sagte die Leiterin des großen Bärengeheges am Plauer See in Stuer (Kreis Mecklenburgische Seenplatte), Winnie Rösner, am Freitag. Als letzter Bär habe sich der dreibeinige Michal, der erst Mitte 2011 aus Polen gekommen war, zu Beginn der Frostperiode vor einer Woche in den Winterschlaf gelegt: In eine mit Stroh gefüllte Schleuse am Bärenhaus.
An der Seenplatte herrschten am Freitagmorgen Temperaturen zwischen minus 10 bis minus 14 Grad. Die 16 Hektar große Bären-Anlage in Stuer wird von der Hamburger Tierschutzstiftung Vier Pfoten über Spenden betrieben und gilt als einer größten ihrer Art in Deutschland. 2011 kamen rund 70 000 Gäste.
Petze fressen Obst und müssen dann nicht trinken
Die beiden Bären Kasia und Basia bekommen derzeit vor allem Obst, meist Avocados und Kiwis“, sagte Rösner. Das decke auch den Flüssigkeitsbedarf, der bei Bären im Winter ohnehin nicht hoch sei. Dabei ist Frostschutz überflüssig: „Sie fressen das Futter auf, ehe es gefriert.“ Im Winter nehmen die Braunbären etwa drei Kilogramm Obst pro Tag auf, im Sommer können es bis zu 20 Kilogramm sein. Obwohl elf der insgesamt 13 Bären derzeit schlafen und „im Winterschlaf Fett abbauen“, wie Rösner sagte, kommen auch jetzt immer wieder Gäste in den reizvoll weißen Winterwald.
„Wir haben eine Ausstellung und können auch Filme von den Überführungen der Bären zeigen“, sagte Rösner. Zudem gelten im Winter nur die halben Eintrittspreise. „Falls die Gäste gar keine Bären sehen, können sie ihr Geld auch zurückbekommen, das hat aber noch keiner getan.“
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